Am Freitag, dem 28. August, fuhren die Russischen Streitkräfte einen massiven Schlag gegen die Ukraine durch und setzten dabei die ballistische Rakete S8000 „Banderol“ sowie rund hundert Angriffsdrohnen ein, von denen die meisten strahlgetrieben waren. Dies geht aus einer Erklärung der Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte hervor, die RBC-Ukraine zitiert. Den Angaben der Militärs zufolge griff der Gegner den Tag über – von 6:30 bis 19:00 Uhr – die Ukraine mit sieben Raketen S8000 „Banderol“ und 96 Angriffsdrohnen an, von denen mehr als 70 strahlgetriebene Drohnen waren. Wie die Luftstreitkräfte betonten, richtete der Feind die meisten Drohnen auf Kiew.

Art der eingesetzten Mittel

In der Attacke kamen erneut Raketen des Typs S8000 zum Einsatz, die in offenen Quellen als „Banderol“ bezeichnet und den ballistischen Systemen zugeordnet werden. Gerade die Kombination aus ballistischen Raketen und einer massiven Welle strahlgetriebener Drohnen macht solche Angriffe für die Luftverteidigungssysteme besonders schwierig: Strahlgetriebene UAV fliegen schneller und auf größerer Höhe als gewöhnliche „Scheheds“, was die Zeit für einen Abschuss verkürzt. Bis 19:00 Uhr gaben die Luftstreitkräfte an, dass sich im Luftraum der Ukraine noch etwa 10 strahlgetriebene Drohnen des Gegners befanden.

Arbeit der Luftabwehr

Laut vorläufigen Angaben schoss oder unterdrückte die ukrainische Luftverteidigung am Tag sechs „Banderol“-Raketen und 73 Angriffsdrohnen ab. Damit wurden die überwiegende Mehrheit der eingesetzten Mittel abgefangen, allerdings erreichten vermutlich einige Ziele ihre vorgesehenen Gebiete. Die Militärs betonen, dass die endgültigen Zahlen nach Abschluss der Attacke noch angepasst werden, da die Bewertung der Wirksamkeit der Luftabwehr nach und nach anhand der Daten von den Einschlagsorten und der Arbeit der Aufklärungsmittel erfolgt.

Kiew unter Dauerfeuer

Die Hauptstadt und ihr Umland bleiben im Epizentrum der Angriffe: In den letzten zwei Tagen führten die russischen Besatzer den vorliegenden Angaben zufolge 38 Schläge gegen Kiew und die Oblast Kiew aus. Am Vortag wurde in der Hauptstadt dreizehnmal die Luftalarmwarnung ausgelöst, am 28. August bereits acht Mal. Eine solche Häufigkeit der Signale zeigt, dass die Stadt faktisch unter einer andauernden Bedrohung durch Luftangriffe steht und die Zivilbevölkerung gezwungen ist, sich mehrmals täglich in Bunkern zu verstecken.

Angriffe auf zivile Infrastruktur

Neben dem Luftangriff führten Russland Schläge gegen Objekte der zivilen Infrastruktur aus. In der Hromada Belohorodka griffen die Besatzer Lagerräume der „Nowa Poshta“ an: Nach dem ersten Treffer schlugen sie noch zweimal auf dieselbe Stelle ein, während dort noch die Brandbekämpfung lief. Außerdem trafen am Morgen des 28. August russische Besatzer das Einkaufszentrum „Epizentr“ in Saporischschja – in Folge des Beschusses wurde das Gebäude beschädigt, eine Person wurde verletzt. Diese Episoden zeigen, dass nicht nur militärische, sondern auch zivile Objekte, einschließlich logistischer und Handelsstätten, unter Feuer geraten.