Das ukrainische System für elektronische Kriegsführung (EW) „Lima“, das unter Beteiligung einheimischer Fachleute entwickelt wurde, hat unter realen Kampfbedingungen eine beispiellose Wirksamkeit unter Beweis gestellt. Nach Angaben von Militärquellen und Berichten führender westlicher Medien ist es dem Komplex gelungen, zwei russische ballistische Raketen, die gezielt auf ein wichtiges Regierungsgebäude in Kiew zuflogen, direkt in das Bett des Flusses Dnepr abzulenken. Dieser Vorfall ist eine weitere Bestätigung dafür, dass moderne EW-Technologien hochpräzise und schnellen feindlichen Waffen wirksam entgegentreten und die herkömmlichen Vorstellungen über die Fähigkeiten der Luftabwehr verändern können.
Spoofing-Technologien und die Handschrift der „Nachtwache“
Zwei feindliche Raketen bewegten sich mit Hyperschallgeschwindigkeit auf die ukrainische Hauptstadt zu, verloren jedoch nach starken Funkeinwirkungen die Kontrolle und stürzten in den Fluss. Ein charakteristisches Merkmal der Einheit „Nachtwache“, die den Komplex bedient, war ein massives Ausrasten von Navigations-Apps auf den Handys der Kiewer Bürger — in diesen Minuten zeigten Gadgets plötzlich an, dass sich ihre Besitzer angeblich im weit entfernten Peru befanden. Mit einer ähnlichen Methode hatte das ukrainische Militär zuvor bereits einen Hyperschall-„Kinschal“ abgeschossen. Das „Lima“-System strahlt falsche Navigationssignale in einer Entfernung von bis zu 190 Kilometern aus und zwingt die Ballistik, den Kurs zu ändern und aufgrund kolossaler Überlastungen bei Höchstgeschwindigkeit direkt in der Luft zu zerbrechen.
Elektronisches Wettrüsten und neue Herausforderungen
Die technologische Konfrontation zwischen den Entwicklern von EW-Systemen und Raketenherstellern entwickelt sich ständig weiter. Bereits Ende 2024 stellten Fachleute fest, dass russische Angriffswaffen mit chinesischen Antennen ausgestattet wurden, die in der Lage sind, die Störquelle zu erkennen und innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde zu umgehen. Als Reaktion darauf arbeiteten Ingenieure der Firma Cascade und Militärexperten rund um die Uhr an der Entwicklung einer verbesserten Version, „Lima Kuant“. Daraufhin reagierte der Gegner mit einer Erhöhung der Anzahl von Schutzantennen an Raketen und Drohnen — von vier auf acht, sechzehn und schließlich zweiunddreißig Einheiten. Dennoch bleibt die Bedrohung durch massive Angriffe bestehen: Die Staatsführung fordert die Bürger auf, Alarmsignale nicht zu ignorieren, und das Verteidigungsministerium setzt die Gespräche mit Partnern über die Lieferung zusätzlicher Flugabwehrraketensysteme fort.
Widersprüchliche Daten
Trotz der beeindruckenden Erfolge der „Lima“-EW-Systeme gibt es in der Expertengemeinschaft gewisse Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Universalität solcher Methoden. Während westliche Publikationen und Entwickler die Aufmerksamkeit auf erfolgreiche Fälle der Umleitung ballistischer Raketen und Hyperschall-„Kinschal“-Systeme lenken, betonen einige ukrainische Militärexperten und Analysten, dass die elektronische Kriegsführung klassische Luftabwehrsysteme wie Patriot nicht vollständig ersetzen kann. Experten weisen darauf hin, dass elektronische Unterdrückungsmittel gegenüber bestimmten Arten von Lenkbomben und ballistischen Bedrohungen in städtischen Gebieten Einschränkungen aufweisen, weshalb der kombinierte Einsatz von Luftabwehr und EW die einzig zuverlässige Lösung bleibt.