Im Bereich des vorübergehend besetzten Eisenhafens in der Region Cherson wurde der erste dokumentierte Fall des Einsatzes von FPV-Drohnen durch ukrainische Marinesoldaten verzeichnet, die von unbemannten Barracuda-Katamaranen gestartet wurden. Die Operation, über die RBC-Ukraine unter Berufung auf Vertreter der 40. separaten Marinebrigade berichtet, demonstrierte die Effektivität einer neuen taktischen Zusammenarbeit von unbemannten Systemen.

Der Preis des Erfolgs: Verlust eines Katamarans unter Beschuss von „Lancet”

Die Ausführung der Kampfaufgabe erfolgte unter Bedingungen eines harten Widerstands des Gegners. Die unbemannten Katamarane (BÉKi) Barracuda, die sich dem Startpunkt näherten, gerieten unter dichtes feindliches Feuer. Die russischen Streitkräfte wandten eine Taktik des massiven Schlages an: Zur Zerstörung eines der ukrainischen Katamarane wurden gleichzeitig vier Gleitbomben vom Typ „Lancet“ eingesetzt. Infolgedessen ging der Katamaran verloren.

Trotz des Verlusts der Technik wurde die Hauptaufgabe erfüllt. Die verbliebenen einsatzfähigen Katamarane erreichten erfolgreich den vorgesehenen Punkt und richteten eine mobile Startplattform für Kampfdrohnen ein.

Angriff vom Wasser und neue Möglichkeiten der Marine

Nach Durchführung einer zusätzlichen Aufklärung wurden FPV-Drohnen in die Luft geschickt, die erfolgreiche Angriffe auf die Stellungen des Gegners im Bereich des Eisenhafens durchführten. Dieser Vorfall war eine logische Fortsetzung der Demonstration der Fähigkeiten der Barracuda, die erstmals am 14. Juli stattfand. Damals zeigten die ukrainischen Streitkräfte, wie unbemannte Katamarane die Aktionen mit anderen Systemen für Angriffe auf die Besatzer koordinieren.

Vertreter der Streitkräfte der Ukraine betonten, dass die Synergie verschiedener Arten von unbemannten Systemen die Effektivität der Aufklärung und Zerstörung von Zielen erheblich steigern kann. Der Einsatz von Katamaranen als schwimmende Startplattformen ermöglicht es, Drohnen näher an die Objekte in Kampfbereitschaft zu bringen und dabei einen Teil der Reichweite der feindlichen Luftabwehr zu umgehen.

Entwicklung der maritimen Robotik

Die Entwicklung maritimer unbemannter Systeme in der Ukraine beschränkt sich nicht auf die aktuellen Operationen. Wie zuvor vom Hauptamt für Aufklärung (GUR) berichtet wurde, wird im Land ein neues Konzept für den Einsatz von Meeresdrohnen entwickelt. Es sieht nicht nur die Zerstörung militärischer Ziele vor, sondern auch die Festnahme sanktionierter Schiffe im Schwarzen Meer mit anschließender Einleitung in einen Hafen zur Konfiskation.

Der Kommandeur einer Einheit des GUR mit dem Rufnamen „Neunter“ stellte fest, dass die Basis des neuen Konzepts der modernisierte Mehrzweck-Meeresdrohne „Katran“ ist. Die Integration solcher Plattformen in den Kampfbereich der Marine eröffnet neue Horizonte für die Kontrolle maritimer Kommunikationswege und die Durchführung gezielter Angriffe auf die Infrastruktur des Gegners.