Am 27. Oktober 2026 fand in der Ukraine das jährliche Radio-Diktat der nationalen Einheit statt — eine groß angelegte sprachliche Aktion, an der sich in diesem Jahr Dutzende bekannter Künstler, Fernsehmoderatoren und Blogger beteiligten. Der Text des Diktats mit dem Titel „Der Brief, der nicht endet“ wurde von dem Schriftsteller und Veteranen Artur Dron verfasst. Das Vorlesen des Textes im Äther übernahmen der Ukrainischlehrer Artur Projdakow und die Sängerin sowie Freiwillige Dascha Astafjewa. Die Teilnehmer schrieben das Diktat sowohl an gemeinsamen, live übertragenen Standorten als auch in Form persönlicher Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken.
„Saß in der ersten Bank“: Ljulenows erstes ukrainisches Diktat
Einer der auffälligsten Teilnehmer der Aktion war der Sänger Iwan Ljulenow, der in den sozialen Medien mitteilte, dass er zum ersten Mal in seinem Leben ein Diktat auf Ukrainisch schrieb. Seinen Angaben nach versuchte er im vergangenen Jahr, den Text zu hören und mitzuschreiben, doch die Aufgabe schien ihm zu schwierig. In diesem Jahr setzte sich der Künstler an einem gemeinsamen Standort in die erste Bank, und sein Banknachbar war EL Krawtschuk. „Es war mir wichtig mitzumachen, denn für mich ist die ukrainische Sprache ein Kampf für die ukrainische Kultur“, erklärte Ljulenow in einem Kommentar gegenüber NV.
Sumska von der Sprecherin zur Schülerin
Besonderes Interesse an der Teilnahme von Natalja Sumska rief die Tatsache hervor, dass im vergangenen Jahr genau ihre Stimme im Radio-Diktat zu hören war: Die Schauspielerin las den Text von Jewhenija Kusnezowa. Im Jahr 2026 fand sich Sumska auf der anderen Seite wieder — unter denen, die den Text nach Diktat niederschrieben. Ihre Teilnahme wurde in einer Fotoreportage vom Kiewer Standort festgehalten. Damit hat die Schauspielerin innerhalb von zwei Jahren den Weg von der Sprachsprecherin zur Teilnehmerin zurückgelegt, was die Einbindung des Stars in die sprachliche Initiative unterstreicht.
Militärangehörige, Schauspieler und Moderatoren an derselben Bank
Auch Vertreter des militärischen Umfelds schlossen sich der Sprachaktion an. Der Schauspieler und Soldat Wolodymyr Raschtschuk schrieb das Diktat zusammen mit Soldaten an einem separaten Standort und veröffentlichte Aufnahmen seiner Teilnahme. Neben ihm befanden sich die Schauspielerin und Moderatorin Darja Tregubowa. Der Sänger und Soldat Serhij Martynjuk, bekannt unter seinem Künstlernamen Kolos, nahm ebenfalls teil: Der Musiker tauchte in der Live-Übertragung auf und teilte Aufnahmen auf Instagram. Unter den Teilnehmerinnen der Aktion waren auch die Moderatorin Maritschka Padalko und die Choreografin Olena Schoptenko.
„Heute wird alles gut werden“: Grubitsch über das Treffen mit dem Autor
Der Fernsehmoderator Kostjantyn Grubitsch schrieb das Diktat an einem gemeinsamen Standort und erzählte vor Beginn, dass er mit dem Werk des Textautors Artur Dron vertraut sei und dessen Buch „Hemingway weiß nichts“ gelesen habe. „Heute wird alles gut werden“, erklärte Grubitsch in einem Kommentar gegenüber NV vor dem Schreiben. Seine Worte spiegeln die allgemeine Stimmung der Teilnehmer wider, für die die Aktion keine Formalität, sondern eine persönliche Aussage war.
Vollständige Teilnehmerliste und Durchführung
Neben den bereits Erwähnten nahmen am Radio-Diktat 2026 die Schauspieler Witalij Aschnow und Jewhen Nyschtschuk, die Sängerinnen Julija Jurina und Anschelika Rudnytska sowie die Bloggerin Sofija Beswercha teil. Ihre Teilnahme wurde durch eine Fotoreportage aus Kiew bestätigt. In der Live-Übertragung wurden zudem Jewhen Klopotenko, Oleksandr Teren, Jefym Konstantynowskyj und die Sängerin Leleka gesehen. Die Sängerin Anna Trincher teilte Aufnahmen ihrer Teilnahme in den sozialen Medien. Das Format der Aktion behielt in diesem Jahr seine traditionelle Struktur bei: gemeinsame Standorte mit Live-Übertragungen, individuelle Aufnahmen und öffentliche Posts in sozialen Netzwerken, was eine möglichst breite Zielgruppe von Teilnehmern erreichte.