In der Ukraine wurde eine neue Technologie zur automatisierten Abfangung schneller Angriffsdrohnen namens ZIRKA vorgestellt. Das System wurde entwickelt, um hochkomplexe und manövrierfähige Luftziele zu bekämpfen, insbesondere Strahl-Drohnen vom Typ „Geran-4“.

Laut RBC-Ukraine, mit Bezug auf die Pressestelle der Entwickler, wurde die Realisierung des Projekts durch die Zusammenarbeit zwischen der Firma NOCTIS und der Firma Vyriy Industries ermöglicht. Bei der Festlegung der technischen Anforderungen spielte die Abteilung Darknode eine Schlüsselrolle; ihre Spezialisten verfügen über echte Kampferfahrung bei der Zerstörung feindlicher UAVs.

Vom Piloten zum Algorithmus

Hauptziel des Projekts ZIRKA ist die maximale Automatisierung des Zielbekämpfungsprozesses. Die Entwickler streben danach, die Zerstörung feindlicher Drohnen weniger vom menschlichen Faktor, vom Können und der Reaktionsfähigkeit des Operators abhängig zu machen. An Bord des Abfangdrohners ist ein Minicomputer installiert, der mit Algorithmen der künstlichen Intelligenz ausgestattet ist. Diese Algorithmen wurden auf Basis eines Datensatzes trainiert, der während realer Kampfabfangungen gewonnen wurde.

Die Funktionsweise des Systems folgt einem klaren Algorithmus: Der Computer analysiert den Videostream selbstständig und erkennt das Ziel. Nachdem der Operator die Erfassung bestätigt hat, übernimmt die Drohne die Steuerung, verfolgt das Ziel und führt die Sprengladung automatisch aus. Der Computer korrigiert die Flugbahn Dutzende Male pro Sekunde, was Fehler ausschließt, die durch Ermüdung oder mangelnde Erfahrung des Piloten verursacht werden könnten.

Alexey Komlichenko, Direktor für Entwicklung bei NOCTIS, betonte, dass die Zukunft von Abfangsystemen im Übergang von der Automatisierung zur vollständigen Autonomie liegt – vom Start bis zur Detonation am Ziel.

Ausblick: ZIRKA 2.0

Das Entwicklungsteam hat bereits mit der Arbeit an der nächsten Modifikation der Plattform – ZIRKA 2.0 – begonnen. Die neue Version wird über erweiterte technische Fähigkeiten zur Abwehr massiver Angriffe verfügen. Zu den wichtigsten Updates gehören:

  • Installation einer aktualisierten Wärmebildoptik, die eine Zielentfernungsreichweite von bis zu 2 km ermöglicht;
  • Einführung eines Systems zur automatischen Detonation der Sprengladung in unmittelbarer Nähe des Ziels.

Das Erscheinen von ZIRKA fügt sich in den allgemeinen Trend der Entwicklung des privaten Sektors im Bereich der Luftabwehr der Ukraine ein. Zuvor wurde berichtet, dass der Hersteller von FPV-Drohnen „General Chereschnja“ ebenfalls am staatlichen Projekt „Private Luftabwehr“ teilnimmt und die entsprechende Lizenz erhalten hat.