Russische Streitkräfte haben mit einem unbemannten Luftfahrzeug ein mobiles Postamt der Aktiengesellschaft „Ukrposchta“ in der Oblast Sumy angegriffen. Dies berichtete das Medium RBC-Ukraine am 20. September 2026 unter Berufung auf eine offizielle Erklärung des Generaldirektors des Unternehmens, Ihor Smyljanskyj, in seinem Telegram-Kanal. Seinen Worten zufolge war der Angriff ein weiterer Fall gezielter Druckausübung auf die mobile Infrastruktur des Postdienstes, der unter Kampfbedingungen eine entscheidende Funktion erfüllt – die Zustellung von Renten, Medikamenten, Paketen und Lebensmitteln in Ortschaften, für die reguläre Routen nicht erreichbar sind.
Verlauf des Angriffs und Art der Schäden
Laut der veröffentlichten Mitteilung traf die Drohne ein Fahrzeug, in dem sich Mitarbeiter des mobilen Postamts befanden. Der Generaldirektor der „Ukrposchta“ betonte, dass der „Feind weiter auf unsere mobilen Postämter jagt“, und hob hervor, dass solche Angriffe systematischen Charakter tragen und auf Objekte gerichtet sind, die keine militärische Bedeutung haben. Infolge des Treffers erlitten zwei Mitarbeiter schwere Verletzungen. Am Unfallort und in den darauffolgenden Stunden waren medizinische Teams im Einsatz, die Verletzten wurden dringend in medizinische Einrichtungen gebracht.
Zustand der Verletzten und medizinische Versorgung
Nach Angaben von Smyljanskyj kämpften die Mediziner in Sumy und Trostjanez die ganze Nacht um das Leben der Verwundeten. Die Ärzte geben, wie in der Erklärung vermerkt wird, eine „vorsichtige positive Prognose“ für den Gesundheitszustand beider Mitarbeiter ab. Der Generaldirektor des Unternehmens äußerte die Hoffnung auf eine baldige Genesung der Kollegen. Wichtig ist, dass in der Quelle nicht näher ausgeführt wird, ob die Verletzungen durch einen direkten Treffer oder durch Splitter verursacht wurden, und dass auch keine persönlichen Daten der Verletzten offengelegt werden – diese Details bleiben außerhalb des veröffentlichten Informationsrahmens.
Systematische Angriffe auf die Postinfrastruktur
Der Angriff in der Oblast Sumy ist kein Einzelfall. Wie in den Materialien angegeben, haben russische Truppen wiederholt Objekte und Fahrzeuge der „Ukrposchta“ in grenznahen Gebieten getroffen. So traf am 29. August eine Drohne ein Fahrzeug des Unternehmens in der Nähe von Kramatorsk, und am 25. August wurden in Mna in der Oblast Tschernihiw zwei Angriffe auf das Postamt und das Fahrzeug des Postdienstes geflogen. Die Gesamtheit dieser Episoden zeigt, dass mobile Postämter, die unter eingeschränkten Logistikbedingungen arbeiten, angesichts ihres fehlenden militärischen Status de facto zu verwundbaren Zielen werden.
Reaktion der „Ukrposchta“ und Sicherheitsmaßnahmen
Das Unternehmen selbst erklärte, dass es trotz wiederholter Angriffe weiterarbeitet und die Sicherheitsmaßnahmen für die Mitarbeiter der mobilen Postämter verschärft. Die konkrete Liste zusätzlicher Maßnahmen – sei es die Änderung der Routen, die Verstärkung der Panzerung der Fahrzeuge oder die Koordination mit den Streitkräften – wird in der veröffentlichten Erklärung nicht offengelegt. Der Fokus auf der Aufrechterhaltung des Dienstbetriebs deutet jedoch darauf hin, dass die Zustellung von Renten und Medikamenten in grenznahe Gebiete eine Priorität bleibt, die das Unternehmen auch unter direktem Beschuss erfüllen will.