Am Donnerstagmorgen, dem 27. August, verkehren Dutzende von Ukrzaliznytsja-Personenzügen mit erheblicher Verspätung gegenüber dem Fahrplan. Das staatliche Eisenbahnunternehmen führt alle festgestellten Änderungen auf den Einfluss der Kampfhandlungen zurück, die vor dem Hintergrund eines weiteren massiven russischen Angriffs auf das ukrainische Territorium stattfinden. Laut Angaben, die RBC-Ukraine unter Berufung auf die Ukrzaliznytsja zitiert, hatte um 11:08 Uhr der Zug Nr. 775/776 auf der Strecke Sumy – Kiew-Pas. die größte Verspätung unter allen Zügen.

Umfang der Verspätungen und die am stärksten betroffene Strecke

Führer in der Verspätung wurde der Zug Sumy – Kiew-Pas: Er lag 15 Stunden und 37 Minuten hinter dem Fahrplan und sollte nach vorläufigen Berechnungen um etwa 10:40 Uhr in Kiew ankommen. Die Ukrzaliznytsja betont, dass die Prognose für Abfahrts- und Ankunftszeit vorläufig ist und sich je nach der Lage auf der jeweiligen Strecke ändern kann. Deshalb gibt das Unternehmen den Passagieren keine genaue Ankunftszeit an, sondern aktualisiert die Prognosen nur, sobald sich die Lage stabilisiert.

Sicherheit und Passagierbetreuung

Das Unternehmen erklärte, es fahre dort weiter, wo es die Lage aus Sicherheitsgesichtspunkten zulasse, überwache den Luftraum aufmerksam und tue alles Mögliche, damit niemand – weder Passagiere noch Eisenbahner – zu Schaden komme. Für Passagiere, deren Züge mehr als fünf Stunden Verspätung haben, wird Verpflegung organisiert. Diese Maßnahmen werden im Wesentlichen zur Standardpraxis des Betriebs auf der Strecke, wenn Verspätungen nicht in Minuten, sondern in Dutzenden von Stunden gemessen werden.

Kontext: Massiver Nachtangriff

Die Zugverspätungen werden vor dem Hintergrund weiterer massiver russischer Angriffe auf das ukrainische Territorium festgestellt. In der Nacht zum 27. August griff der Gegner ukrainische Städte mit Drohnen und Raketen an: Unter Beschuss gerieten Odessa, Charkiw, die Region Poltawa, Saporischschja, die Region Cherson, die Region Sumy und die Region Kiew; es gab Tote und Verletzte. In Kiew wurde ein Sportkomplex im Petschersk-Bezirk durch eine Angriffsdrohne beschädigt; im Netz wurde auch über einen möglichen Treffer in der Nähe des Stadions „Dynamo“ berichtet.

Widersprüchliche Angaben

In Veröffentlichungen verschiedener Medien und zu verschiedenen Zeitpunkten weichen die Verspätungszahlen voneinander ab. So sind in der Schlagzeile eines UNIAN-Artikels Verspätungen „von 8–10 Stunden“ zu lesen, während RBC-Ukraine und die Angaben der Ukrzaliznytsja zu einem späteren Zeitpunkt eine Verspätung von bis zu 15 Stunden und 37 Minuten für einen einzelnen Zug ausweisen. Dies ist nicht unbedingt ein direkter Widerspruch: Es kann sich um verschiedene Züge und verschiedene Zeitpunkte der Datenerfassung handeln. Für den Passagier ist es jedoch entscheidend, die konkrete Strecke anhand aktueller Angaben des Eisenbahnunternehmens zu überprüfen. Außerdem wird die Information über einen Treffer in der Nähe des Stadions „Dynamo“ in offenen Quellen als möglich dargestellt und ist offiziell nicht bestätigt, daher sollte sie mit Vorbehalt betrachtet werden.

Fazit: Der Personenverkehr der Ukrzaliznytsja am 27. August ist infolge der Folgen des Nachtangriffs erheblich gestört. Passagieren wird empfohlen, vor der Fahrt den Status ihres Zuges beim Betreiber zu überprüfen, mögliche Verspätungen von mehreren Stunden zu berücksichtigen und sich auf organisatorische Maßnahmen, einschließlich Verpflegung bei einer Verspätung von mehr als fünf Stunden, vorzubereiten.