Die Lage auf dem Markt für hochmoderne Halbleiter hat eine unerwartete Wendung genommen. Die US-Behörden haben die Exportbeschränkungen teilweise gelockert, wodurch eine Reihe chinesischer Unternehmen Zugang zu leistungsstarken KI-Beschleunigern des Typs Nvidia H200 erhalten hat. Dies bestätigte offiziell Jeffrey Kessler, der stellvertretende Handelsminister der USA für Industrie und Sicherheit.
Kontrollierter Zugang
In einer Anhörung vor dem Ausschuss des Repräsentantenhauses bestätigte Kessler den Beginn der Lieferungen von H200-Chips nach China. Gleichzeitig betonte der Beamte, dass die Liefermengen „sehr gering“ bleiben. Das US-Handelsministerium hat die Kontrolle über den Prozess fest in die Hand genommen: Jeder Kaufantrag wird einzeln und detailliert geprüft.
Um die Transparenz des Prozesses zu gewährleisten, wurde dem Kongress vertrauliche Information übermittelt, die eine Liste der Unternehmen enthält, die offizielle Genehmigungen zum Erwerb der Beschleuniger erhalten haben.
Wer Zugang zu den Technologien erhalten hat
Zuvor waren in den Medien Berichte erschienen, wonach mehrere große chinesische Organisationen Genehmigungen für den Kauf von Chips von Nvidia und AMD erhalten haben. Zu den potenziellen und bestätigten Empfängern zählen:
- Ein Tochterunternehmen des Telekommunikationsriesen ZTE;
- Große Technologieakteure auf dem chinesischen Markt;
- Die Unternehmen Alibaba, Tencent und ByteDance, die zuvor auf der Liste der potenziellen Käufer standen.
Marktexperten stellen fest, dass die zuvor eingeführten Exportbeschränkungen oft als Instrument politischen Drucks betrachtet werden. Die aktuelle Entscheidung, Barrieren teilweise abzubauen, zeigt die komplexe Dynamik in den Beziehungen zwischen den technologischen Führern beider Länder.