In der Nacht zum 13. Juli eskalierte der Konflikt im Persischen Golf auf ein neues Niveau. Die Vereinigten Staaten von Amerika führten eine weitere Serie von Angriffen gegen den Iran durch, bei der Dutzende strategische Ziele getroffen wurden. Das entscheidende Novum dieser Operation war jedoch die erste Einsatzgeschichte von See-Selbstmord-Drohnen.

Dies wurde durch eine offizielle Erklärung des US-Zentralbefehls (CENTCOM) bekannt, die in dem sozialen Netzwerk X veröffentlicht wurde. Das Militär bestätigte, dass im Rahmen der Operation Kampfflugzeuge, Marinefahrzeuge, Luftangriffsdrohnen und erstmals unbemannte Seeplattformen eingesetzt wurden.

Neue Waffe im Einsatz

Das amerikanische Kommando präzisierte die Ziele des Angriffs und gab an, dass iranische Luftverteidigungssysteme, Küstenradarstationen, Raketenkomplexe und kleine Boote getroffen wurden. Der Einsatz von Seedrohnen stellte einen technologischen Durchbruch im Rahmen dieser Kampagne dar und demonstrierte die Bereitschaft der USA, neueste Entwicklungen zur Neutralisierung der Bedrohung einzusetzen.

Ein offizieller Sprecher des CENTCOM begründete die Notwendigkeit des Angriffs mit der Notwendigkeit, Teheran die Fähigkeit zu nehmen, internationale Schiffe anzugreifen. Das Kommando betonte, dass der Iran den Ormus-Straße nicht kontrolliert und dass die US-Streitkräfte bereit sind, die Schifffahrtssicherheit für Handelsschiffe sicherzustellen, trotz der „ungerechtfertigten Aggression“ seitens der iranischen Seite.

Antwort Teherans und Schließung der Straße

Die iranische Seite hat bereits von einem Gegenschlag mit Raketen und Drohnen berichtet. Teheran behauptet, Ziele als Reaktion auf die Aktionen der US-Streitkräfte angegriffen zu haben. Die Spannungen in der Region erreichten ihren Höhepunkt nach den Ereignissen in der Nacht zum 12. Juli, als der Iran die vollständige Schließung der Ormus-Straße verkündete.

Grund für die Schließung war die Verletzung der Route durch mehrere Schiffe. Insbesondere griffen iranische Kräfte ein Containerschiff an und stoppten dessen Bewegung. Dies löste eine sofortige Reaktion der USA aus. Zuvor hatte das CENTCOM jedoch behauptet, dass die Straße offen bleibt, was der Aussage Teherans widerspricht.

Erwartung eines langwierigen Konflikts

Die Lage in der Region bleibt extrem instabil. Laut dem Nachrichtenportal Axios bereitet sich das Weiße Haus bereits auf einen mehrtägigen, möglicherweise sogar mehrwöchigen Austausch von Angriffen zwischen den USA und dem Iran vor. Der Konflikt um die Ormus-Straße droht sich zu einem langwierigen Konflikt mit schwerwiegenden Folgen für die Weltwirtschaft und die Sicherheit der Seewege zu entwickeln.