Das US-Außenministerium hat die Einführung neuer Sanktionen gegen eine Reihe russischer Militäreinheiten und kommerzieller Organisationen angekündigt. Die Beschränkungen wurden wegen Verstößen gegen das Gesetz zur Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen in Bezug auf den Iran, Syrien und Nordkorea (INKSNA) verhängt.
Wer von den Sanktionen betroffen ist
In die Sanktionsliste wurden konkrete Einheiten der Streitkräfte Russlands und des russischen Verteidigungsministeriums aufgenommen. Darüber hinaus unterliegen zwei Unternehmen den Beschränkungen: „Gideon Alpha“ und die LLC „International Invest Company“, sowie alle ihre Rechtsnachfolger, strukturellen Einheiten und Tochtergesellschaften.
Auch die Liste der natürlichen Personen wurde um neue Namen erweitert, jedoch werden deren konkrete Daten in der Erklärung des Außenministeriums nicht offengelegt.
Inhalt der Beschränkungen
Die US-Behörden haben klargestellt, dass es staatlichen Einrichtungen der USA nun untersagt ist, von den in der Sanktionsliste genannten Personen Waren, Technologien oder Dienstleistungen zu kaufen sowie Verträge mit ihnen abzuschließen. Es ist verboten, irgendeine Form von Unterstützung zu leisten, militärische Produkte zu verkaufen oder Exportlizenzen auszustellen.
Chronologie der Ereignisse
Wie das Außenministerium präzisierte, traten diese Beschränkungen bereits am 24. Juli in Kraft, die offizielle Bekanntgabe erfolgte jedoch erst am 4. August. Das Gesetz INKSNA ermöglicht es den USA, Sanktionen gegen ausländische Unternehmen und Bürger zu verhängen, die mit dem Iran, Syrien oder Nordkorea in Bezug auf die Lieferung von Waren, Dienstleistungen oder Technologien zusammenarbeiten, die zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen und Rüstungsgütern verwendet werden könnten.
Zuvor hatte auch die Ukraine Sanktionen gegen Lieferanten von Teilen für die russische Ballistik verhängt. Gleichzeitig wird im US-Senat die Frage weiterer Sanktionen gegen Russland diskutiert, doch wird die Verabschiedung entsprechender Maßnahmen durch bestimmte Bedingungen verzögert.