Die USA setzen einen entscheidenden Schritt in Richtung Protektionismus. Am Freitag, dem 24. Juli, führt Washington neue Einfuhrzölle ein, die die meisten wichtigen Handelspartner betreffen. Dieses Ereignis stellt den größten Schritt zur Wiederherstellung der sogenannten „Zollmauer“ in der modernen Geschichte der amerikanischen Wirtschaft dar.
Die Informationen über diese weitreichende Änderung der Handelspolitik werden durch Daten der Agenturen Bloomberg und Reuters bestätigt, auf die sich RBK-Ukraine bezieht. Die Einführung neuer Abgaben wird mit Vorwürfen gegen Partnerländer begründet, die Verbote gegen die Nutzung von Zwangsarbeit nicht ausreichend einhalten.
Mechanik der neuen Beschränkungen
Die Verwaltung von Präsident Donald Trump hat die Einführung von Zöllen in Höhe von 10 % und 12,5 % auf Waren aus 60 Ländern genehmigt. Auf dieser Liste befindet sich die Europäische Union sowie eine Reihe anderer wirtschaftlich bedeutender Staaten. Laut einer im Federal Register veröffentlichten Bekanntmachung sind die Zollsätze je nach Handelspartner differenziert:
- 10 %: Waren aus der Europäischen Union und Taiwan.
- 12,5 %: Produkte aus Japan, der Schweiz und Südkorea. Dieser Satz entspricht den Bedingungen von Handelsabkommen, die diese Länder zuvor mit den USA geschlossen haben.
Auch auf Produkte aus Dutzenden anderen Staaten wird ein Zoll von 12,5 % erhoben. Ausnahmen wurden für Mexiko, Großbritannien, Kanada und Indien gemacht. Die US-Behörden sind der Ansicht, dass diese Länder ausreichende Beschränkungen für die Nutzung von Zwangsarbeit eingeführt haben, weshalb für sie ein Satz von 10 % festgelegt wurde.
Politischer Kontext und Fristen
Dieser Schritt ist ein strategischer Versuch des Weißen Hauses, das Wahlkampfkonzept von Donald Trump zu globalen Zöllen umzusetzen. Bereits im Februar hatte der Oberste Gerichtshof der USA die „gegenseitigen“ Zölle im Bereich von 10 % bis 50 % aufgehoben, die Trump im Jahr 2025 eingeführt hatte. Als Reaktion auf diese Entscheidung unterzeichnete der Präsident eine Anordnung über einen vorübergehenden Zoll von 10 %, der 150 Tage lang galt.
Die Gültigkeit der vorübergehenden Maßnahmen ist heute um 00:01 Uhr (Kiewer Zeit) abgelaufen (07:01 Uhr). Die neuen Zölle treten sofort nach Ablauf der vorherigen Maßnahmen in Kraft. Um jedoch den Schock für die Lieferketten zu minimieren, sind Ausnahmen vorgesehen: Waren, die sich bereits auf dem Weg befinden, sind bis zum 28. Juli um 00:01 Uhr (östliche Zeit) von den neuen Zöllen befreit.