Die Teams von US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin diskutieren aktiv über die Beteiligung eines US-Investors an der Finanzierung der Gaspipelines «Nord Stream». Wie die Agentur Reuters berichtet, sind hochrangige Vertreter beider Länder, darunter Kirill Dmitrijew und Jared Kushner, in diese Gespräche involviert.
Schlüsselfiguren und diplomatische Kanäle
Insidern zufolge betrachtet der Schwiegersohn des US-Präsidenten Geschäfte mit Moskau als einen wichtigen Baustein zur Wiederherstellung des Friedens. Darüber hinaus hofft das Weiße Haus, dass eine solche Vereinbarung US-Investoren nach Kriegsende Gewinne aus Energielieferungen nach Europa sichern würde.
Finanzielle Bedingungen und staatliche Kontrolle
Jegliche Vereinbarungen müssen von der US-Finanzierungsgesellschaft für internationale Entwicklung (DFC) und dem Finanzministerium genehmigt werden und den Steuerzahlern zugutekommen. Im September traf sich Moskaus Sondergesandter bereits mit Vertretern der US-Wirtschafts- und Finanzministerien.
Einerseits bestätigen Quellen Gespräche über potenzielle Energieinitiativen und den Verkauf von Lukoil-Vermögenswerten. Andererseits äußern US-Beamte Skepsis bezüglich einer schnellen Umsetzung aufgrund zahlreicher Hürden. Gleichzeitig betonte das deutsche Wirtschaftsministerium, dass Nord Stream und russisches Gas unter europäischen Sanktionen stehen und Deutschland längst Alternativen gefunden hat.
Konsequenzen und Ausblick
Experten weisen darauf hin, dass die Wiederbelebung von Energiekontakten zwischen Washington und Moskau auf erheblichen Widerstand in Europa stoßen dürfte, da Berlin konsequent auf Unabhängigkeit von russischen Lieferungen setzt.