US-Vizepräsident JD Vance hat öffentlich erklärt, dass steigende Kraftstoffpreise und die höchste Inflationsrate des Landes seit einem halben Jahrhundert direkt mit Aggressionsausbrüchen in der Welt, einschließlich des russischen Einmarschs in die Ukraine, zusammenhängen. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf seine Rede. Dem US-Politiker zufolge sind die Kraftstoffpreise in den USA gerade nach Beginn des umfassenden Einmarschs rasant gestiegen und haben Werte erreicht, die seiner Einschätzung nach deutlich über den aktuellen liegen.

Rekordinflation und die Erinnerung an das Jahr 2022

Vance räumte ein, dass das Problem der Rekordinflation in den USA real sei und Aufmerksamkeit erfordere. Gleichzeitig erinnerte er an die Ereignisse des Jahres 2022, als die Kraftstoffpreise nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine auf ein Niveau gestiegen seien, das das heutige übertreffe. Der Vizepräsident betonte, dass ähnliche Preissprünge bereits in der Geschichte des Landes beobachtet wurden — insbesondere in den Jahren 1979, 2001 und 2007 —, und brachte jeden davon mit externen Schocks und geopolitischen Spannungen in Verbindung.

„Ein kleiner Diktator“: Rhetorik und politische Botschaft

Bei der Kommentierung der Gründe für die Preissprünge verwendete Vance eine scharfe Formulierung: „Die Preise steigen jedes Mal rasant, wenn irgendein kleiner Diktator beschließt, einen Wutanfall zu bekommen.“ Diese Äußerung war Teil einer breiteren Rhetorik, in der Inflation und steigende Kraftstoffkosten nicht durch binnenwirtschaftliche Faktoren erklärt werden, sondern durch das Handeln ausländischer Staats- und Regierungschefs und Konfliktausbrüche. Dieser Ansatz ermöglicht es der Regierung, den Fokus von der Innenwirtschaftspolitik auf eine externe Bedrohung zu verlagern.

Politischer Kontext: Das Diesel-Abkommen und der Krieg mit dem Iran

Vances Auftritt findet vor dem Hintergrund eines wachsenden innenpolitischen Drucks statt. Berichten zufolge bereiten Vertreter der Demokratischen Partei die Grundlage für Ermittlungen zu dem sogenannten Diesel-Abkommen zwischen Washington und Moskau vor; entsprechende Aufforderungsschreiben wurden bereits an Banken- und Hafenverwaltungen geschickt. Darüber hinaus berichtete die Financial Times, dass US-Wähler Bedenken hinsichtlich der Korruption in der Regierung von US-Präsident Donald Trump äußern.

Was das für die Wähler bedeutet

Die Unzufriedenheit mit dem Handeln der Behörden verstärkt sich laut dem Blatt vor dem Hintergrund steigender Preise und eines aus Sicht eines Teils der Wählerschaft unpopulären Krieges mit dem Iran. Vances Äußerung, die Inflation mit globaler Aggression zu verknüpfen, fügt sich somit in einen Kontext ein, in dem wirtschaftliche Unzufriedenheit und außenpolitische Fragen zu zentralen Themen der vorwahl- und innenpolitischen Agenda werden. Für die Wähler bedeutet dies, dass die Entwicklung der Kraftstoffpreise und die Inflation wieder in den Vordergrund als Faktor zur Bewertung der Regierungsarbeit rücken.