Die polnischen Strafverfolgungsbehörden haben schnell auf ein weiteres Verbrechen reagiert, das gegen ukrainische Staatsbürger begangen wurde. Laut RBC-Ukraine, mit Bezug auf eine Erklärung des amtierenden ukrainischen Außenministers Andriy Sybiga, wurden am 27. Juli in Breslau zwei Verdächtige wegen eines Angriffs auf Ukrainer festgenommen.
Schnelle Reaktion und Ermittlungsstand
Andriy Sybiga bestätigte, dass die Polizei die Situation bereits unter Kontrolle hat, die Suche nach dem dritten Beteiligten am Angriff jedoch noch andauert. Der Beamte betonte die Wichtigkeit einer vollständigen, objektiven und unparteiischen Untersuchung. Das Hauptziel besteht darin, alle Umstände und Motive des Verbrechens aufzuklären sowie eine gerechte Bestrafung der Schuldigen sicherzustellen.
Kiew hat der polnischen Regierung für die schnelle und prinzipientreue Reaktion gedankt. Die Ukraine hat sich verpflichtet, den Fall genau zu verfolgen und den betroffenen Bürgern die notwendige konsularische Unterstützung zu leisten. Das Generalkonsulat der Ukraine hat bereits eine offizielle Anfrage an die zuständigen Behörden der Nationalpolizei der Republik Polen zur Koordinierung der Maßnahmen übermittelt.
Details zum Vorfall in Breslau
Laut Informationen aus den Medien und sozialen Netzwerken wurden ein Mädchen und ihr Freund Opfer einer brutalen Schlägerei. Der Angriff wurde von drei jungen Männern verübt. Sybiga hat dem Konsulat befohlen, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die Interessen der betroffenen Ukrainer zu schützen.
Kontext: Serie von Vorfällen und Aufruf zum Dialog
Dieser Fall ist nicht isoliert. Zuvor, am 18. Juli, griff eine 26-jährige Frau in Legnica zwei 13-jährige ukrainische Jugendliche gewaltsam an. Noch früher, am 7. Mai, wurden drei ukrainische Jugendliche im Zentrum Warschaus brutal zusammengeschlagen. In jenem Fall konnten die Polizei die Verdächtigen relativ schnell ausfindig machen; es handelte sich um polnische Staatsbürger.
Angesichts der Zunahme solcher Vorfälle wandte sich Andriy Sybiga an die polnischen Politiker mit dem Appell, die Hetze zu beenden, die immer häufiger zu tatsächlichen physischen Angriffen auf den Straßen führt. Nach Ansicht des amtierenden Ministers müssen die Länder den Dialog und den gegenseitigen Respekt suchen und nicht Gründe für Hass. Sybiga fasste zusammen, dass die Ukraine und Polen zum pragmatischen guten Nachbarschaftsverhältnis und zum gemeinsamen Schutz der Sicherheit vor gemeinsamen Bedrohungen verurteilt sind.