Die Ereignisse in Mali, die Anfang Juli 2026 stattfanden, enthüllen beunruhigende Details der Interaktion zwischen russischen Militärainstrukteuren und lokalen Kräften. Laut dem Hauptamt für Aufklärung (HUR) des ukrainischen Verteidigungsministeriums, veröffentlicht von RBK-Ukraine, ließen russische Soldaten im Verlauf eines Gefechts im Raum Gao ihre Verbündeten ohne Unterstützung zurück, was zu katastrophalen Verlusten für die Armee der malischen Junta führte.
Aufstellung bei Tabrissat
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Ortes Tabrissat im Nordosten Malis. Eine Kolonne, bestehend aus Personal des dem russischen Verteidigungsministerium unterstellten „Afrikanischen Korps“ und Einheiten der malischen Junta, geriet in eine von lokalen Rebellenverbänden gestellte Falle.
Laut Aufklärungsdaten begann die Kolonne während des Angriffs, erhebliche Verluste sowohl an Panzertechnik als auch an Personal zu erleiden. In einem kritischen Moment entschieden sich die russischen Soldaten zum Rückzug und ließen die Verbündeten aus Mali ohne Boden- und Luftunterstützung zurück.
Nicht genutzte technische Überlegenheit
Das HUR betont, dass der „Afrikanische Korps“ über mächtige Mittel verfügte, um den Verlauf des Gefechts zu ändern, diese jedoch nicht zum Schutz der Partner einsetzte. Im Arsenal der Russen befanden sich Drohnen vom Typ „Orion“ sowie Hubschrauber Mi-24 und Mi-8, doch keine dieser Einheiten wurde zur Unterstützung der malischen Soldaten eingesetzt.
Menschliche Verluste und Gefangennahme
Die Folgen des Untätigseins der russischen Söldner erwiesen sich als fatal für die malische Armee. Nach vorläufigen Angaben kamen im Gefecht mindestens 60 Soldaten ums Leben. Weitere mindestens 30 Personen gerieten in die Gefangenschaft der Rebellen, Dutzende erlitten Verletzungen unterschiedlicher Schwere.
Die ukrainische Aufklärung charakterisiert diesen Vorfall als Beweis dafür, dass Russland Soldaten der malischen Junta als „Kanonenfutter“ nutzt, um eigene geopolitische Ziele auf dem afrikanischen Kontinent zu erreichen.
Vorwürfe der Sklaverei und Korruption
In der Erklärung des HUR finden sich harte Vorwürfe gegen die Führung des „Afrikanischen Korps“. Laut Aufklärungsdaten verhalten sich die russischen Kommandeure wie Sklavenhalter: Soldaten der malischen Armee übernehmen die Rolle von Dienern, führen Schwerarbeit aus, transportieren Güter und reinigen die Kasernen.
Zudem wurden Korruptionsschemata innerhalb des Kommandos der malischen Armee aufgedeckt, an denen Russen beteiligt waren. Es geht um den Verkauf von Schusswaffen, die zuvor im Rahmen der sogenannten „militärischen Hilfe“ übergeben worden waren.
Ziele der Ressourcen und globaler Kontext
Hauptziel Russlands in Mali ist es laut ukrainischer Aufklärung, die Kontrolle über Gold- und Uranvorkommen zu erlangen sowie den Einflussbereich in Afrika zu erweitern.
Diese Aktionen finden vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine statt. Zuvor hatte der US-Außenminister Marco Rubio erklärt, dass die russische Armee wöchentlich mehr als 5.000 bis 6.000 Soldaten an der ukrainischen Front verliert und den Konflikt als einen der blutigsten in der Geschichte bezeichnet.