Stand 19. September 2026 lässt sich im Rückblick auf den vergangenen Tag feststellen: Am 18. September verbrachte die Ukraine einen Tag mit warmem, sommerlich mildem Wetter. Laut Daten des Ukrainischen Hydrometeorologischen Dienstes, die von RBC-Ukraine zitiert werden, erwärmte sich die Luft in den meisten Regionen auf +25°, und die wechselnde Bewölkung verhinderte nicht den Erhalt eines angenehmen Temperaturlevels. Dies war die Fortsetzung eines lang anhaltenden „frühen Altweibersommers“, den die Meteorologen während der zweiten Septemberdekade im Land beobachteten.

Das Gesamtbild: Wärme im Süden und Osten, kühler im Westen

Die Temperaturverteilung auf dem Staatsgebiet war ungleichmäßig. In den zentralen, östlichen und südlichen Gebieten stiegen die Thermometerwerte am Tag auf +20…+25°, während sich die Luft im Westen der Ukraine nur auf +17…+19° erwärmte. Gerade die westlichen Regionen wurden zum wichtigsten „kalten“ Fleck auf der Wetterkarte: Dort fiel zeitweise kurzer Regen, auf dem übrigen Gebiet wurden keine Niederschläge verzeichnet. Der Wind wehte aus wechselnden Richtungen mit einer Geschwindigkeit von 3–8 m/s, was kein Kühlegefühl erzeugte und den sommerlichen Rhythmus von Spaziergängen und Freizeit im Freien aufrechterhielt.

Morgennebel und Besonderheiten für Kiew

Besondere Aufmerksamkeit verdient der Morgen des Tages: In den westlichen und in der Oblast Schytomyr stand zeitweise Nebel, der sich über den Senken und entlang der Gewässer verdichtete und mit dem Eintreffen der Tageswärme auflöste. In Kiew und der Oblast Kiew wurde am 18. September wechselnde Bewölkung beobachtet, am Tag gab es keine Niederschläge, was den Tag für städtische Aktivitäten günstig machte. Laut Wetterdienst war genau diese „trockene“ Konfiguration für die Hauptstadt typisch für die Übergangszeit, in der die atmosphärischen Fronten noch nicht dauerhaft etabliert sind.

Widersprüchliche Daten

Beim Abgleich der während September 2026 veröffentlichten Prognosen zeigt sich eine Abweichung in den Einschätzungen der Meteorologen zur Wetterdynamik. So berichtete eine Reihe von Medien (darunter my.ua) bereits am 8. September über „außergewöhnliche“ Wärme über +25° und stellte die Frage, wie lange sie anhalten würde. Gleichzeitig erklärte der Ukrainische Hydrometeorologische Dienst am 12. September die Gefahrenstufe I wegen der Wetterverschlechterung (laut unian.net) und warnte zu Beginn der Woche vor Regenfällen und Gewittern am Sonntag (gazeta.ua). Eine Version beschreibt also einen stabilen Altweibersommer mit Temperaturen bis +25°, die andere – das Abwechseln von Unwetter und Sturmwarnungen. Beide Sichtweisen spiegeln die tatsächliche Instabilität des Septembers wider: Warme Intervalle wie am 18. September werden von kühlen, regnerischen Episoden abgelöst.

Wie wird die Temperatur gemessen und warum „lügt“ das Heimthermometer

Anlässlich eines warmen Tages ist es angebracht, die Messmethodik in Erinnerung zu rufen: Die Experten des Ukrainischen Hydrometeorologischen Dienstes messen die Lufttemperatur in standardisierten Wetterhütten in etwa zwei Metern Höhe über der Oberfläche, im Schatten, was eine direkte Sonnenerwärmung ausschließt. Deshalb können die Angaben eines Heimthermometers, das auf der Fensterbank, im Auto oder auf der sonnenzugewandten Seite des Balkons steht, deutlich von den offiziellen Daten abweichen. Eine Differenz von mehreren Grad ist eine normale Folge der unterschiedlichen Messbedingungen und kein Fehler der Meteorologen.

Fazit des Tages

Zusammenfassend: Am 18. September 2026 erlebte die Ukraine einen warmen Tag mit einem Maximum von +25° auf dem größten Teil des Gebiets, Regenfällen und Morgennebel im Westen und in der Oblast Schytomyr sowie einen trockenen, niederschlagsfreien Tag in Kiew. Das Wetter bestätigte die charakteristische Mosaikstruktur Ende September: Der Sommer ist noch nicht endgültig gewichen, aber die kühlen westlichen Einflüsse machen sich bereits bemerkbar.