Am 15. September 2026 wird das Wetter in der Ukraine herbstlich angenehm sein, obwohl in Teilen des Gebiets Regen und Windböen wahrscheinlich sind. Dies teilte die Meteorologin und Wetterbeobachterin Natallja Didenko in ihrem Facebook-Account mit, wie RBC-Ukraine berichtet. Ihren Worten zufolge wird der morgige Tag „wirklich wie auf einem Berg – windig, mit Regen, mit Auflockerungen und schönen Wolken“ sein. Dieses wechselhafte Bild sei, laut der Wetterbeobachterin, auf die Aktivität eines östlichen Zyklons zurückzuführen, der an diesem Tag die Wetterbedingungen in einzelnen Regionen des Landes beeinflussen wird.

Wo Regen, wo Sonne

Natallja Didenko präzisierte, dass auf dem übrigen Gebiet der Ukraine am 15. September trockenes und sonniges Wetter erwartet wird. In den meisten Oblasten wird die Lufttemperatur für einen Herbsttag angenehm sein. Für Kiew prognostiziert die Wetterbeobachterin eine angenehme Temperatur mit einer einzigen Einschränkung: „Abgesehen von der Bewölkung sind vielleicht ein paar Regentropfen möglich“. Das Hauptstadtgebiet wird daher insgesamt ohne nennenswerte Niederschläge auskommen, während die Hauptzone des unstabilen Wetters, die mit dem östlichen Zyklon zusammenhängt, vor allem die östlichen und angrenzenden Oblaste betreffen wird.

Die aktuelle Woche – die letzte warme

Insgesamt wird die aktuelle Woche in der Ukraine laut Didenko angenehm und für aktive Freizeitaktivitäten an der frischen Luft geeignet sein. Die Wetterbeobachterin riet ausdrücklich: „Diese aktuelle Woche sollte man mit maximalem Genuss und Nutzen nutzen“. Dies hängt damit zusammen, dass ab der nächsten Woche, beginnend mit dem 21. September, voraussichtlich eine spürbare Abkühlung ins Land ziehen wird. Dabei betonte Didenko, dass die Prognosen für die zweite Monatshälfte noch Präzisierungen erfordern und sich mit Annäherung des Datums korrigieren können.

„Türkischer“ Zyklon und Temperaturen von +30 bis +6

Parallel beschreiben andere ukrainische Medien und Wetterbeobachter das heranziehende Luftdrucksystem etwas anders. So berichtet die Ausgabe Obozrevatel über den Einfluss eines sogenannten „türkischen“ Zyklons, der laut Angaben eines der Wetterbeobachter zu extrem unstabilem Wetter führen wird: In verschiedenen Zeiträumen und Regionen kann die Temperatur zwischen +30 °C und +6 °C schwanken. Das Portal my.ua schreibt seinerseits von einer „plötzlichen Abkühlung“, die die Ukraine überrollen wird, und davon, wann der erste Schnee möglich ist. Glavred registriert insbesondere das Herannahen eines Zyklons an die Oblast Odessa, den die Wetterbeobachter als „Rapunzel“ bezeichnen, und warnt vor einem plötzlichen Temperatursturz in den südlichen Regionen.

Widersprüchliche Daten

Zwischen den Quellen gibt es Abweichungen in der Terminologie und in der Beschreibung der Prozesse. Natallja Didenko bezeichnet das aktive System in ihrer Veröffentlichung als „östlichen Zyklon“ und charakterisiert die Abkühlung ab der nächsten Woche als „spürbar“, gibt aber keine konkreten Zahlen an. Gleichzeitig operiert Obozrevatel mit dem Begriff „türkischer Zyklon“ und nennt einen Temperaturbereich von +30 bis +6 °C, was auf deutlich stärkere Schwankungen hindeutet. Glavred verwendet seinerseits die eigene Bezeichnung „Rapunzel“ für den Zyklon, der Odessa beeinflusst. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es sich um dasselbe Luftdrucksystem handelt, das je nach Prognosegebiet und Bewegungsphase unterschiedliche Namen erhalten hat; ohne zusätzliche Präzisierungen des Ukrainischen Hydrometeorologischen Zentrums lassen sich die drei Bezeichnungen jedoch nicht eindeutig als ein Phänomen identifizieren. Außerdem erwähnt my.ua die Wahrscheinlichkeit des ersten Schnees, was für Mitte bis Ende September ein äußerst seltenes Phänomen ist und sich vermutlich auf die entferntesten Modellierungsszenarien bezieht.

Wie wird die Temperatur gemessen und warum „lügt“ das Haushalts-Thermometer

Vor dem Hintergrund der Prognose-Diskussionen erinnerte das Ukrainische Hydrometeorologische Zentrum daran, dass die genaue Messung der Lufttemperatur nach strengen Standards erfolgt: Das Gerät wird in einer Wetterhütte in 2 Metern Höhe über dem Boden, fern von Asphalt, Gebäudeflächen und Wärmequellen installiert. Ein Haushalts-Thermometer, das an einer sonnenbeschienenen Wand befestigt oder auf eine Fensterbank gestellt wird, kann einen Wert anzeigen, der sich um mehrere Grad vom „offiziellen“ unterscheidet. Daher ist es wichtig, bei dem Vergleich der Prognosezahlen mit den Angaben des eigenen Thermometers die Messbedingungen zu berücksichtigen, um keine vorschnellen Schlüsse über die „Unzuverlässigkeit“ der Wetterbeobachter zu ziehen.