Der Lebensmittelmarkt in der Ukraine zeigt eine unterschiedliche Dynamik: Während die Preise für einige Gemüsesorten und Früchte weiter sinken, haben bestimmte Positionen spürbar an Wert gewonnen. Analysten des Projekts EastFruit, deren Daten von RBC-Ukraine zitiert werden, haben im Zeitraum vom 10. bis 17. Juli erhebliche Änderungen bei den Großhandelspreisen festgestellt.

Das „Borschtsch-Sortiment' und saisonales Gemüse

Die Situation an den Gemüseständen bleibt volatil. Insbesondere ist ein Preisrückgang bei einigen Positionen zu verzeichnen, die traditionell zum „Borschtsch-Sortiment' gehören. Blumenkohl ist deutlich günstiger geworden: Noch vor einer Woche wurden für ein Kilogramm 45 bis 50 Griwna verlangt, nun liegt der Preisspanne zwischen 30 und 50 Griwna.

Im Gegensatz dazu verzeichneten rote Tomaten einen deutlichen Preisanstieg. Lag der Großhandelspreis zuvor zwischen 30 und 60 Griwna, so stieg er nun auf 40 bis 75 Griwna pro Kilogramm.

Wassermelone als Preistreiber nach unten

Auch der Obst- und Beerenbereich verzeichnete eine Preiskorrektur nach unten. Der Haupttreiber für den Rückgang war die Wassermelone. Experten führen dies auf den starken Anstieg des Angebots auf dem Markt zurück.

„Wie von uns vorhergesagt, ist die Wassermelone zum neuen Marktführer hinsichtlich der Anzahl der eingestellten Angebote geworden, deren Absatz die Teilnehmer aus der Ukraine weiter ausbauen', so die Analysten von EastFruit. Die Zunahme der heimischen Produkte in den Regalen wirkt sich direkt auf die Preisgestaltung aus.

Was Ukrainer kaufen

Trotz der Preisschwankungen bleibt die Nachfrage nach bestimmten Warenkategorien stabil hoch. Süßmais und Beeren für die Tiefkühlung erfreuen sich weiterhin größter Beliebtheit bei Käufern und Verarbeitern. Dies zeigt, dass die saisonale Nachfrage nach frischen und haltbar gemachten Produkten weiterhin ein Schlüsselfaktor für den Agrarsektor ist.