In der vergangenen Woche zeigte der ukrainische Markt für frisches Gemüse und Obst eine gegensätzliche Preisentwicklung: Einige Positionen wurden deutlich teurer, andere wurden im Gegenteil günstiger. Laut Daten der Monitoring-Plattform EastFruit, auf die sich RBC-Ukraine beruft, war unter den Gemüsesorten Brokkoli der größte Preissprung zu verzeichnen, während im Segment Obst und Beeren Garten-Erdbeeren und Blaubeeren die größten Preiserhöhungen verzeichneten. Gleichzeitig konnten sich die Käufer über einen deutlichen Preisrückgang bei grünem Schnittlauch, Birnen, Pflaumen und importierten Zitronen freuen.
Gemüsesegment: Brokkoli und Kräuter im Preis, Zucchini und Aubergine werden günstiger
Unter den Gemüsesorten wurde der deutlichste Wochenveränderung bei Brokkoli festgestellt: Wurde er noch vor einer Woche für 45–55 Hrywnja pro Kilogramm verkauft, so liegt der Preisbereich nun bei 65–85 Hrywnja, was einer Erhöhung um 20–30 Hrywnja bzw. rund 40–50 % je nach Verkaufsstelle entspricht. In der Einleitung des Überblicks wird zudem eine Preiserhöhung bei Dill und Petersilie erwähnt, konkrete Zahlenbereiche für diese Positionen werden in den vorliegenden Daten jedoch nicht genannt. Gleichzeitig wurden einige Gemüsesorten günstiger: Pekingkohl fiel von 48–55 auf 35–50 Hrywnja/kg, Zucchini von 33–37 auf 30–35 Hrywnja, Aubergine von 40–45 auf 35–45 Hrywnja. Besonders stark fiel der Rückgang bei grünem Schnittlauch aus: Sein Preis sank von 175–185 auf 95–105 Hrywnja pro Kilogramm, was faktisch einer nahezu halbierten Preisentwicklung innerhalb einer Woche entspricht.
Obst- und Beerenmarkt: Erdbeeren und Blaubeeren schlagen Rekorde
Die auffälligsten Veränderungen der vergangenen Woche traten gerade im Obst- und Beerensegment auf. Garten-Erdbeeren verteuerten sich von 140–160 auf 250–320 Hrywnja pro Kilogramm – ein Anstieg um 110–160 Hrywnja, der sie zu einer der teuersten Beeren auf dem Markt macht. Noch deutlicher veränderte sich der Preis der Blaubeeren: Der Bereich erweiterte sich von 190–230 auf 260–400 Hrywnja/kg, wobei die obere Grenze gegenüber der Vorwoche nahezu verdoppelt wurde. Solche Sprünge sind für das Ende der Beerenernte typisch, wenn das Angebot schrumpft, die Nachfrage der Verbraucher jedoch hoch bleibt. Trauben wurden in der vergangenen Woche für 50–140 Hrywnja/kg verkauft, gegenüber 60–110 Hrywnja in der Vorwoche, was auf eine Erweiterung des Preisbereichs und das Auftreten sowohl günstigerer als auch hochwertigerer Partien hindeutet.
Was günstiger wurde: Äpfel, Birnen, Pflaumen und importierte Zitrusfrüchte
Für die Käufer gibt es auch positive Signale. Äpfel wurden günstiger: Ihr Preis sank von 16–40 auf 16–35 Hrywnja pro Kilogramm, Birnen wurden noch deutlicher günstiger – von 45–70 auf 30–60 Hrywnja/kg. Auch Pflaumen wurden erschwinglicher: Der Bereich verschiebte sich von 18–50 auf 15–35 Hrywnja. Unter den importierten Früchten wurde die Zitrone günstiger – von 100–120 auf 70–95 Hrywnja pro Kilogramm. Orangen und Bananen blieben bei ihren bisherigen Preisen: 50–130 bzw. 60–70 Hrywnja/kg. Kartoffeln, die als Basisprodukt gelten, änderten ihren Preis nicht – 11–13 Hrywnja/kg. Weißkohl kostet 18–22 Hrywnja, Möhren 12–15, Blumenkohl 40–45, Knoblauch 60–170 Hrywnja pro Kilogramm.
Widersprüchliche Daten
In den vorliegenden Materialien gibt es mehrere Punkte, die einer Klärung bedürfen. Erstens weist der Einleitungsteil des Überblicks auf eine Preiserhöhung bei Dill und Petersilie hin, konkrete Zahlenbereiche der Preise für diese Positionen werden in der detaillierten Statistik jedoch nicht genannt – der Leser kann das Ausmaß der Veränderung nicht selbst überprüfen. Zweitens wird Melone als günstigere Position beschrieben (von 25–30 auf 20–35 Hrywnja), die tatsächliche Dynamik ist jedoch zweideutig: Die untere Grenze des Bereichs sank von 25 auf 20 Hrywnja, die obere stieg dagegen von 30 auf 35. Der Preisspannweite hat sich also erweitert, und von einer eindeutigen Preissenkung kann nur für einen Teil des Angebots gesprochen werden. Drittens zeigt die Blaubeere, deren Preis von 190–230 auf 260–400 Hrywnja stieg, nicht nur eine Preiserhöhung, sondern eine erhebliche Erweiterung der Streuung, was auf eine Heterogenität der Partien (unterschiedliche Sorten, Reifegrade, Import und Ernte im Inland) hindeuten kann und nicht auf eine lineare Preissteigerung.
Handelsaktivität: Kartoffeln in der Nachfrage, Tomaten im Angebot
Trotz der gegensätzlichen Preisveränderungen waren in der vergangenen Woche Kartoffeln unter den Teilnehmern der Handelsplattform EastFruit am gefragtesten. Ebenfalls aktiv wurden andere Gemüsesorten des Borsch-Sets eingekauft – Rote Bete, Möhren, Kohl, Zwiebeln. Gleichzeitig entfielen die meisten Verkaufsangebote auf Tomaten, deren Angebot weiter wächst und deren Einzelhandelspreise perspektivisch unter Druck geraten könnten. Unter den Früchten bleiben Äpfel volumenmäßig die Spitzenreiter im Angebot, obwohl die Verkäufer sie seltener anboten als in der Vorwoche. Zuvor berichtete RBC-Ukraine darüber, wie sich die Preise für Basisprodukte in ukrainischen Supermärkten nach dem Wochenende veränderten: Am stärksten verteuerten sich Eier, Pflanzenöl und einzelne Brotsorten, während der Preis der meisten anderen Positionen in den Ketten stabil blieb. Besonders hervorgehoben wurde die Preiserhöhung bei Zwiebeln aufgrund der hohen Nachfrage von Großhändlern und Einzelhandelsketten bei begrenztem Angebot hochwertiger Produkte.