In der Nacht zum 22. September 2026 startete das Weiße Haus auf dem offiziellen YouTube-Kanal der US-Regierung eine rund um die Uhr laufende Videoübertragung mit dem Namen „Trump TV'. Dies teilte das Weiße Haus selbst in seinem X-Account mit, und die Meldung wurde von ukrainischen und internationalen Medien bestätigt. Zum Zeitpunkt des Starts konnten Zuschauer die Aufzeichnung der Amtseinführung von Donald Trump sehen, die nach den Präsidentschaftswahlen 2024 stattgefunden hatte. Nach dem Konzept der Organisatoren soll der Kanal ohne Unterbrechung arbeiten und wichtige Reden des Präsidenten, Videoaufnahmen von Veranstaltungen der Regierung, Zusammenstellungen „hervorragender Momente' sowie aktuelle Mitteilungen übertragen.

„Nicht alle wichtigen Ereignisse wurden im Fernsehen gezeigt'

In der Ankündigung des Projekts betonte das Weiße Haus, dass „Trump TV' in Echtzeit aktualisiert wird und an einem Ort „die besten Momente der vergangenen Jahre, Mitteilungen und die neuesten Nachrichten der Regierung' vereint. In der Erklärung wird hervorgehoben, dass zuvor eine Reihe bedeutender Ereignisse nicht im landesweiten Fernsehen übertragen wurde und dieses Problem nun, so die Behauptung der Regierung, behoben sei. Das Format des Kanals verwandelt die YouTube-Plattform faktisch in einen alternativen staatlichen Fernsehsender, der die traditionellen Medien umgeht.

Konflikt mit der Presse: vom Verbot zum Boykott

Der Start von „Trump TV' erfolgte vor dem Hintergrund eines scharfen Konflikts zwischen der Trump-Regierung und den amerikanischen Journalisten. Am 18. September 2026 kündigte der US-Präsident an, Journalisten von CNN, MSNBC und Politico den Zutritt zum Weißen Haus zu verbieten. Als Reaktion setzten die fünf größten Fernsehsender, die dem sogenannten Präsidentenpool angehören – ABC, CBS, NBC, CNN und Fox News –, die gemeinsame Videoaufzeichnung von Veranstaltungen mit dem Präsidenten aus. Üblicherweise stellt ein Fernsehsender abwechselnd eine摄ёмка-Gruppe, die den Staatsobersten begleitet und die Aufnahmen an die anderen Medien weitergibt. Am 21. September fiel die Aufgabe der Aufzeichnung auf CNN, doch das Weiße Haus strich den Sender aus dem Plan. Die übrigen Teilnehmer des Pools weigerten sich, einen Ersatz zu stellen, und betonten, dass die Öffentlichkeit daran interessiert sei, unabhängige Informationen über die Arbeit der Regierung zu erhalten, und die Regierung dürfe den Zugang von Medienvertretern nicht wegen des Inhalts ihrer Veröffentlichungen einschränken.

Hubschrauberlandeplatz ohne Kameras

Praktisches Ergebnis des Boykotts der Fernsehsender war die Eröffnungszeremonie des neuen Hubschrauberlandeplatzes des Weißen Hauses am 21. September, die ohne Fernsehbildung stattfand. Die Trump-Regierung versuchte, die Veranstaltung selbst zu übertragen, doch wegen des Hubschrauberlärmes waren die Worte des Präsidenten kaum zu hören – es waren keine professionellen Mikrofone der Fernsehsender vor Ort. Der Vorfall demonstrierte eindrucksvoll, dass die eigenständige Übertragung der Regierung ohne die Infrastruktur der traditionellen Medien technisch mangelhaft ist.

Gerichtsverfahren

Am 21. September wurde bekannt, dass CNN, MSNBC und Politico gegen Präsident Donald Trump und seine Regierung wegen des Verbots, Journalisten im Weißen Haus arbeiten zu lassen, Klage erhoben haben. Die ersten Anhörungen im Fall werden bereits diese Woche erwartet. Damit fiel der Start von „Trump TV' genau in den Moment, in dem sich die Regierung gleichzeitig in einem Gerichtsstreit mit drei großen Medien und in einem faktischen Bruch mit dem fünfkanaligen Pool befand, der die Videoaufzeichnung der Präsidentenveranstaltungen gewährleistet hatte.

Widersprüchliche Daten

In den vorliegenden Quellen wurden keine wesentlichen Abweichungen in den Daten und Schlüssel Fakten festgestellt: Alle vier Quellen bestätigen den Start von „Trump TV' in der Nacht zum 22. September, die Chronologie des Konflikts (Verbot am 18. September, Vorfall mit dem Hubschrauberlandeplatz am 21. September, Einreichung der Klagen am 21. September) sowie die Liste der Fernsehsender, die am Boykott teilnahmen. Die einzige geringfügige Abweichung liegt in der Formulierung: Einige Quellen bezeichnen das Projekt als „Kanal', wobei technisch von einer 24-Stunden-Übertragung (Live-Stream) auf YouTube die Rede ist und nicht von einem vollwertigen Fernsehsender mit eigenem Sendefrequenzband. Dennoch verwendet das Weiße Haus selbst in der Ankündigung den Begriff „TRUMP TV', was dem Projekt den Status einer Medienmarke verleiht.