In der Ukraine haben die Arbeiten am Drehbuch für den Spielfilm "Wenn der Sturm sich legt" nach dem gleichnamigen Stück des US-Dramatikers Richard Nelson begonnen. Unter der Regie von Krystyna Tynkevych widmet sich das Projekt einer einzigen Nacht im Leben von Schauspielerinnen des Les-Kurbas-Theaters vor dem Hintergrund der bolschewistischen Offensive von 1920.

Hintergrund und Entstehung

Nelson verfasste das Stück inspiriert von der Persönlichkeit von Les Kurbas und der ukrainischen Theater-Avangarde der 1920er Jahre. Nach einer Aufführung am Theater am Podol in Kiew schlug Regisseurin Krystyna Tynkevych vor, das Kammerspiel für die Kinoleinwand zu adaptieren .

Handlung und Kammerspiel

Die Handlung erstreckt sich über eine einzige Nacht im September 1920 in einem Bauernhaus, in dem sich sechs Schauspielerinnen der Kurbas-Truppe nach einer Aufführung von "Macbeth" versammeln. Während draußen der Krieg tobt, sprechen die Protagonistinnen über Kunst und Zukunft und stellen sich schwierigen moralischen Fragen.

Widersprüchliche Angaben

Während offizielle Stellen die historische Treue der Adaption betonen, weisen einige Kritiker auf Unstimmigkeiten in den genauen Archivaufzeichnungen der Truppenbewegungen im Herbst 1920 hin, wobei die Macher betonen, dass der emotionale und künstlerische Kern im Vordergrund stehe.

Team und Ausblick

Regie führt Krystyna Tynkevych, produziert wird der Film von Veronika Stepanchuk (Balcony 48). Das Projekt wird vom Ukrainischen Kulturfonds unterstützt und verbindet internationale Dramatik mit ukrainischer Geschichte .