Die moderne Kriegsführung zeigt einen beispiellosen Anstieg der Rolle unbemannter Systeme, aber sie werden klassische schwere Panzerwagen nicht vollständig ersetzen können. Diese Ansicht äußerte Gennadij Chirshij, CEO von Ukr Armo Tech, in einem kürzlich veröffentlichten Interview und betonte, dass unbemannte Bodenfahrzeuge (UGVs) und bemannte Panzerwagen völlig unterschiedliche taktische Aufgaben auf dem Schlachtfeld erfüllen.
Kräfteverhältnis auf dem Schlachtfeld
Laut dem Leiter des Produktionsunternehmens ist es dort, wo eine Routine- oder gefährliche Aufgabe effektiv von einem Roboter gelöst werden kann, unpraktisch und riskant, ein schweres Panzerfahrzeug mit Besatzung dorthin zu schicken. Es gibt jedoch spezifische Kampfszenarien, in denen die menschliche Präsenz und ein Höchstmaß an Schutz entscheidende Faktoren für die erfolgreiche Durchführung der Mission und die Rettung von Menschenleben bleiben.
Logistik versus Evakuierung
Als anschauliches Beispiel nannte der Experte den Unterschied zwischen logistischen Operationen und der Rettung von Verwundeten. Wenn die Lieferung von Munition, Lebensmitteln oder Ausrüstung an die Frontlinie mithilfe von UGVs eine ideale und sichere Lösung ist, so ist bei der Evakuierung verwundeter Soldaten in einer bestimmten Phase dennoch ein spezialisierter geschützter Sanitätstransport erforderlich.
Philosophie der militärischen Anwendung
Gennadij Chirshij zieht eine direkte Parallele zur Entwicklung anderer Waffenarten und stellt fest, dass das Aufkommen neuer Technologien die alten nicht abschafft, sondern sie nur ergänzt. „Ein UGV schafft den Panzerwagen genauso wenig ab wie die Drohne die Artillerie abgeschafft hat“, fasst der Direktor von Ukr Armo Tech zusammen und weist auf die Notwendigkeit einer umfassenden und kompetenten Kombination verschiedener Arten von Ausrüstung hin.