In der Nacht vom 26. auf den 27. August 2026 griffen ukrainische Drohnen eine Erdölraffinerie in Kstowo in der Region Nischni Nowgorod an — eine Anlage mit einer Jahreskapazität von rund 17 Millionen Tonnen, die zum Konzern „Lukoil' gehört. Auf dem Betriebsgelände brach ein Feuer aus. Gleichzeitig griffen Drohnen, wie die Behörden der Region Lipizk mitteilten, ein Wildberries-Lager in Kotowsk an.

Route im Umgehung der Luftabwehr

Die Luftlinie von der ukrainischen Grenze bis Kstowo beträgt mehr als 800 km; unter Berücksichtigung der Manöver überstieg die tatsächliche Flugbahn 1000 km. Laut Schätzungen von Analysten flogen die Geräte auf extrem niedriger Höhe (30–50 m) entlang der Flusstäler — der Oka und der Wolga —, was sie aus dem Erfassungsbereich stationärer Bodenradare herausführte. Der Anflug auf das Ziel erfolgte aus östlicher und nordöstlicher Richtung, wo die Dichte der Luftabwehrmittel am geringsten ist.

Drohnenarten und Schwarmtaktik

Das Rückgrat der Langstreckeneinheit bilden laut verfügbaren Schätzungen die schwere Schlagdrohne „Lutyy' (Kampfkopf 50–75 kg, Komposithülle, Schutz vor Spoofing über CRPA-Antennen und DSMAC), die Langstreckendrohne FP-1 vom Flugzeugtyp mit niedrigem Radarprofil sowie Täuschziele (Decoys) mit Luneberg-Linsen, die die Stellungen der „Pantsir-S1' und „Tor-M2' aufdecken und den Munitionsbestand der Luftabwehr erschöpfen.

Widersprüchliche Angaben

Die Tatsache des Angriffs und des Feuers auf die Raffinerie in Kstowo sowie des Schlags auf das Lager in Kotowsk wird von mehreren unabhängigen Medien bestätigt. Die konkreten Typen der eingesetzten Drohnen, die genaue Reichweite und die Details der Route sind in offenen Quellen jedoch nicht verifiziert: Sie basieren auf analytischen Schätzungen, nicht auf Aussagen offizieller Stellen. Die Kapazität des Werks (17 Millionen Tonnen) wird in Berichten über das „Lukoil'-Unternehmen genannt, doch die genaue Liste der betroffenen Objekte und das Ausmaß des Schadens wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht bestätigt.