Im Gegensatz zu Bettwäsche landet eine Winterbettdecke höchstens einmal im Jahr in der Waschmaschine. In dieser Zeit sammeln sich Staub, Schweiß und Hausstaubmilben im Inneren der Füllung an, wodurch das Produkt an Frische und ursprünglichem Aussehen verliert. Ein falsches Waschen kann der Decke jedoch noch größeren Schaden zufügen: Die Füllung verklumpt, das Volumen geht verloren und der Stoff verzieht sich. Laut der britischen Organisation Which? sind die Hauptursachen für solche Probleme eine Überladung der Trommel, eine falsch gewählte Temperatur und unzureichendes Trocknen. Wir erklären, wie Sie diese Fehler vermeiden und der Decke ihre Weichheit und Bauschkraft zurückgeben.
Der erste Schritt — das Herstelleretikett
Bevor Sie die Decke in die Maschine geben, müssen Sie das Pflegeetikett sorgfältig studieren. Dort sind der zulässige Waschgang, die Höchsttemperatur, die Eignung für den Wäschetrockner und weitere Einschränkungen angegeben. Nach den Richtlinien von IKEA können sich die zulässigen Programme selbst bei Produkten mit identischer Füllung unterscheiden, weshalb es keine universellen Vorgaben gibt. Steht auf dem Etikett, dass Maschinenwäsche verboten ist, sollten Sie eine Reinigung aufsuchen. Ist das Waschen erlaubt, muss sichergestellt werden, dass die Decke die Trommel nicht vollständig ausfüllt: Laut Which?-Empfehlungen müssen Wasser und Waschmittel frei um das Textil zirkulieren können. Ist die Decke zu groß für die Haushaltsmaschine, wäscht man sie am besten in einem Waschsalon mit Großgeräten.
Temperatur und Programmwahl
Das Temperaturregime hängt von der Füllart, dem Bezugsstoff und den Herstellerangaben ab. Im IKEA-Handbuch sind Richtwerte für verschiedene Materialien aufgeführt: Für synthetische Füllungen ist das Waschen bei 30–40 °C meist zulässig, für Daunen bei 30–40 °C im Schonwaschgang, für Wolle in kaltem Wasser im Spezialprogramm. Wichtig zu betonen: Alle genannten Temperaturen sind Richtwerte, und vor dem Waschen muss das Etikett des jeweiligen Produkts überprüft werden. Laut Samsung-Experten eignen sich für voluminöse Textilien Programme wie „Bettwäsche“ oder „Großteile“, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Waschmaschine die entsprechende Beladung unterstützt und die Trommel nicht überladen ist.
Besonderheiten der Füllarten beim Waschen
Synthetische Füllungen gelten als besonders pflegeleicht: Sie vertragen Maschinenwäsche gut und trocknen schnell. Daunendecken erfordern einen empfindlicheren Ansatz — laut Empfehlungen der Sleep Foundation sollten sie bei niedriger Temperatur gewaschen und unbedingt vollständig getrocknet werden, da Feuchtigkeit in Daunen länger gehalten wird als in Synthetik. Maschinenwaschbare Wollprodukte werden laut Woolmark-Empfehlungen in kaltem Wasser im Spezialprogramm für Wolle mit einem speziell für Wollstoffe entwickelten Waschmittel gereinigt. Die Verwendung von normalem Pulver oder aggressiven Bleichmitteln kann die Fasern beschädigen und zu Einlauf führen.
Trocknen: Ein entscheidender Schritt, den man nicht auslassen darf
Falsches Trocknen kann das Ergebnis selbst des schonendsten Waschgangs ruinieren. Daunendecken, für die das maschinelle Trocknen erlaubt ist, sollten bei niedriger Temperatur getrocknet werden, wobei die Trommel regelmäßig aufgeschüttelt werden muss, damit die Füllung nicht verklumpt. Gibt es keinen Trockner, kann eine Synthetikdecke an einem gut belüfteten Ort ausgebreitet werden — vorausgesetzt, das Etikett erlaubt dies —, und während des Trocknens regelmäßig gewendet werden. Wolldecken trocknet man am besten ohne maschinelle Hitze und sorgt für eine gleichmäßige Unterstützung des feuchten Stoffes: Ein schweres, nasses Produkt darf nicht an einer Ecke aufgehängt werden, da es sich unter dem Eigengewicht verzieht. Eine Daunendecke muss ohne Trockner besonders sorgfältig getrocknet werden; ist der Raum kalt und feucht und kann keine vollständige Trocknung gewährleistet werden, ist es ratsam, eine professionelle Wäscherei mit entsprechender Trocknung zu nutzen.
Häufige Fehler und Aufbewahrungsregeln
Einer der häufigsten Fehler ist es, die Decke vor dem vollständigen Trocknen in den Bettbezug zu stecken oder wegzuräumen. Restfeuchtigkeit im Inneren der Füllung führt zu muffigem Geruch, Schimmelbildung und der Entstehung von Klumpen, die sich von Hand nicht mehr glätten lassen. Experten sind sich einig: Das Produkt muss sich absolut trocken anfühlen und im Inneren trocken sein, bevor es zusammengelegt wird. Wichtig ist auch, keine chlorhaltigen Bleichmittel für Daunen- und Wolldecken zu verwenden, das Produkt nach dem Schleudern nicht auszuwringen und es nicht in der direkten Sonne oder in der Nähe von offenem Feuer zu trocknen. Die Einhaltung dieser einfachen Regeln verlängert die Lebensdauer einer Winterbettdecke um mehrere Saisons und bewahrt ihr ursprüngliches Volumen und ihre Weichheit.