Die Lage an der Trennlinie bleibt angespannt. Die russischen Streitkräfte unternehmen aktive Versuche, die ukrainische Verteidigung entlang fast des gesamten Frontverlaufs zu «tasten». Dies erklärte der Sprecher der Gruppe der vereinten Streitkräfte, Wiktor Tregubow, in einer Sendung des Telethons.

Schwerpunkte der Feindaktivität

Laut dem Militärexperten ist die Lage an fünf Schlüsselrichtungen am schwierigsten. Der Gegner führt aktive Aktionen durch, um Schwachstellen in der Verteidigungslinie der ukrainischen Streitkräfte (AFU) aufzudecken. Obwohl Tregubow anmerkte, dass die russischen Streitkräfte theoretisch auch die Richtung Degtjarnoje betrachten, ist in diesem Sektor derzeit keine besondere Aktivität des Gegners zu beobachten.

Taktik kleiner Gruppen und «Kontrollzone»

Zuvor hatte Wiktor Tregubow bereits erklärt, dass die Strategie der russischen Truppen darauf abzielt, eine sogenannte «Kontrollzone» entlang der gesamten Staatsgrenze der Ukraine zu schaffen. Zur Umsetzung dieses Ziels wenden die Besatzer die Taktik kleiner Infanteriegruppen an. Sie suchen ständig nach neuen Vorrückungsrichtungen, versuchen, sich in die Verteidigung einzuklinken und lokale Spannungsherde zu schaffen.

Warnung von Präsident Selenskyj

Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, warnte seinerseits, dass die Aktionen Russlands nicht auf einen Krieg gegen die Ukraine beschränkt bleiben könnten. Der Staatsoberhaupt betonte, dass im Falle eines russischen Misserfolgs der russische Führer Wladimir Putin nicht nur für die Ukraine, sondern für die gesamte Welt eine noch größere Bedrohung darstellen werde.