Am Tag vom 4. September wurde infolge eines russischen Angriffs auf Kiew ein Lokal der Bäckereikette «Zawertailo» in Podil beschädigt. Dies teilte der Inhaber des Standorts, Stanislaw Zawertailo, in seinem Instagram mit und betonte, dass russische Angriffe sein Lokal bereits zum zweiten Mal zerstört hätten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ist die Bäckerei geschlossen; detaillierte Informationen über das Ausmaß des Schadens und die Wiederherstellungsfristen werden laut Inhaber später bereitgestellt. Auf den im Netz veröffentlichten Aufnahmen sind völlig zersplitterte Schaufensterscheiben und beschädigte Fassadenglasflächen zu sehen, hinter denen das Interieur und die Hängeleuchten des Saals erahnt werden können.

Erklärung des Inhabers: «Am meisten mache ich mir Sorgen um die Gäste und das Team»

Stanislaw Zawertailo betonte in einer Ansprache an seine Follower, dass er in erster Linie um die Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter fürchte, die sich zum Zeitpunkt des Angriffs im Saal befunden haben könnten. Der Inhaber gab keine Details darüber, wer und mit welchem Mittel genau der Angriff durchgeführt wurde, und beschränkte sich auf die Feststellung der erneuten Zerstörung. Er teilte außerdem mit, dass der Standort vorübergehend nicht arbeite und die Schadensbewertung sowie der Wiederherstellungsplan separat mitgeteilt würden, sobald die Informationen gesammelt und geprüft seien.

Ein Verletzter hospitalisiert

Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, dass nach dem Absturz eines Drohnenunbemannten Flugapparats im Schewtschenkowski Rajon der Hauptstadt ein Verletzter bereits von den Ärzten hospitalisiert wurde. Der Angriff vom 4. September, bei dem die Bäckerei in Podil beschädigt wurde, führte somit nicht nur zu materiellem Schaden, sondern auch zu einer Verletzung einer Person. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Materials lagen keine offiziellen Angaben zum Zustand des Verletzten und zu möglichen weiteren Opfern vor.

Teil einer Serie von Angriffen auf das Geschäft in Kiew

Der Angriff auf «Zawertailo» reiht sich in eine Serie von Angriffen auf die kommerzielle Infrastruktur der Hauptstadt und der Oblast Kiew in den letzten Wochen ein. In der Nacht zum 2. September wurde das neue zentrale Lager der Ketten OKWINE und Wine Hunters zerstört, und am 2. September trafen Drohnen ein Lagergebäude in Kiew, wo ein Feuer ausbrach. Am 27. August brannte infolge eines massiven Angriffs das Lager der Firma ROSHEN im Ort Tschubynske der Oblast Kiew vollständig ab. Laut ukrainischen Medien wurden nach den Angriffen auf Kiew nicht nur Schäden an Bäckereien und Cafés, sondern auch an Einkaufszentren festgestellt, was auf den systematischen Charakter der Angriffe auf Objekte des Einzelhandels und der Gastronomie hinweist.

Widersprüchliche Angaben

In den Formulierungen rund um den Vorfall gibt es eine Unstimmigkeit, die es zu klären gilt. Einerseits wird der Vorfall in den Lageberichten als Zerstörung «des bereits zweiten Lokals der Kette» «Zawertailo» in Kiew dargestellt, was als Angriff auf einen anderen, zweiten Standort der Kette gelesen werden kann. Andererseits sagt der Inhaber selbst, dass die Beschuss «sein Lokal zum zweiten Mal zerstört» habe, während zuvor – am 24. Mai – laut ukrainischen Medienberichten genau das Podil-Flaggschiff der Kette durch einen Angriff beschädigt wurde, der anschließend wiederhergestellt und wieder eröffnet wurde. Es gibt also zwei Interpretationen: entweder ist es ein erneuter Angriff auf denselben Podil-Standort, oder ein Angriff auf ein anderes Lokal der Kette, das zum zweiten zerstörten Objekt wurde. Der Inhaber hat diese Doppeldeutigkeit offiziell nicht ausgeräumt, daher bleiben beide Versionen bis zu einer Klärung aus erster Hand in Kraft.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Bäckerei «Zawertailo» in Podil geschlossen; das vollständige Schadensbild, die Liste der Verletzten und die Fristen für die Wiederaufnahme des Betriebs werden vom Inhaber und den Stadtbehörden später veröffentlicht. Für die Anwohner des Viertels bleibt die Frage der Sicherheit entscheidend: Die wiederholten Angriffe auf beliebte Gastronomie-Standorte im Zentrum von Kiew bestätigen, dass Objekte des Einzelhandels und Cafés weiterhin in der Risikozone bleiben.