In Russland entwickelt sich ein komplexes wirtschaftliches Szenario, bei dem die Probleme bei der Rekrutierung von Personal in den Vordergrund rücken. Die Behörden des Angreiferlandes fordern die Regionen trotz einer kritischen Haushaltslage auf, die Einmalzahlungen für Vertragsoldaten zu erhöhen. Dies meldet RBK-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation (ZBD).

Krise in den Regionen und Mangel an Rekruten

Die Situation verschärft sich dadurch, dass die Regionalbudgets in einer tiefen Krise stecken. Dennoch setzt der Zentralstaat die Gebiete unter Druck und fordert eine Erhöhung der „Anstellungszuschüsse“ für den Abschluss eines Vertrags mit dem Verteidigungsministerium. Laut ZBD ist der Zustrom von „Freiwilligen“ angesichts der enormen Verluste im Krieg gegen die Ukraine deutlich zurückgegangen. In einigen Föderationssubjekten, in denen nicht genügend Menschen bereit sind, an die Front zu gehen, haben die Behörden zu extremen Maßnahmen gegriffen – sie führten Prämien sogar für die Rekrutierer selbst ein.

Russland fordert von den Regionen, Menschen mit Geld zu gewinnen, auch wenn dies der lokalen Wirtschaft schadet. Aufgrund des akuten Geldmangels sind die Regionalverwaltungen gezwungen, die Finanzierung wichtiger sozialer und infrastruktureller Projekte abzulehnen und die Ressourcen für militärische Zwecke umzuleiten.

Demografische Katastrophe und Migration

Experten des ZBD warnen, dass eine solche Politik zum Zusammenbruch der Regionalökonomien führen wird. In Kombination mit der demografischen Katastrophe könnten die Folgen irreversibel werden. Die Behörden des Angreiferlandes ignorieren die langfristigen Risiken und konzentrieren sich auf die kurzfristige Aufgabe, die Verluste auszugleichen.

Gleichzeitig werden Anzeichen einer Massenauswanderung festgestellt. In Armenien wurde ein starker Anstieg der Nachfrage nach Miete und Kauf von Wohnraum durch russische Staatsbürger verzeichnet. Analysten ziehen Parallelen zu den Ereignissen des Jahres 2022, als nach der Verkündung der „Teilmobilisierung“ ein ähnlicher Bevölkerungszustrom beobachtet wurde.

Vorrang des Militärbudgets

Am 27. Juli wurde in Russland erneut die Priorität des Militärbudgets betont. Traditionell reichen die Mittel für diese Zwecke nicht aus, was den Zentralstaat zwingt, die finanzielle Last auf die ohnehin schon verarmten Regionen abzuwälzen. Der Preis dieser Strategie für das Land könnte unermesslich hoch sein.