Der ukrainische griechisch-römische Ringkampfer und Olympiasieger von Tokio 2020, Jean Beleniuk, kommentierte das jüngste Duell zwischen Alexander Usyk und Rico Verhoeven. Nach Ansicht des Sportlers haben solche Begegnungen, die über traditionelle Sportdisziplinen hinausgehen, ein volles Existenzrecht und könnten sich zu einem neuen Trend in der Welt des Showsports entwickeln.

Show-Element und Zuschauerinteresse

Beleniuk betont, dass solche Veranstaltungen genau so lange bestehen, wie es eine Nachfrage dafür gibt. „Ich sehe das als Show-Element. Solange die Menschen bereit sind, solche Ereignisse zu verfolgen und sich dafür zu interessieren, werden solche Darbietungen bestehen bleiben', so der Olympiasieger.

Die Einstellung von Jean gegenüber dem Auftritt von Usyk gegen den Boxer Rico Verhoeven entwickelte sich positiv, insbesondere nach dem Ansehen des eigentlichen Kampfes. Nach seinen Worten war der Kampf tatsächlich wettbewerbsfähig und spektakulär, sodass er keine Fragen an die Teilnehmer hatte.

Die neue Realität im Schwergewicht

Das Duell endete mit einem Sieg für Alexander Usyk in der elften Runde. Dieser Erfolg war jedoch nur Teil eines größeren Ereignisses. Indem der Ukrainer alle seine Meisterschaftsgürtel abgab, schuf er eine neue Realität in der Welt des Schwergewichtsboxens. Diese Entscheidung wirft viele Fragen auf: Wer wird nun die Titel der Verbände WBA, WBC, WBO und IBF innehaben, und gegen wen wird Usyk seinen letzten Kampf austragen?

Kandidaten für das Abschiedsmatch

Unter denen, die den ungeschlagenen Ukrainer als Gegner sehen möchten, stechen einige Namen hervor. Favorit für das letzte Match bleibt der Amerikaner Deontay Wilder, der bereits sein Verlangen bekundet hat, sich mit Usyk zu messen. Zudem meldete der Mexikaner Andy Ruiz kürzlich seine Bereitschaft, gegen den Champion in den Ring zu steigen.

In der Boxszene wird auch die Möglichkeit eines dritten Kampfes gegen Tyson Fury diskutiert. Diese Option erscheint jedoch unwahrscheinlich, da der Brite eine Begegnung mit Anthony Joshua plant.

Zuvor wurde berichtet, dass Alexander Usyk das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA besuchte, wo er auf den legendären spanischen Fußballer traf.