Im Jahr 2026 hat der Pensionsfonds der Ukraine (PFU) die Bedingungen für die Gewährung zusätzlicher Zahlungen an Rentner mit überdurchschnittlicher Versicherungsdienstzeit präzisiert. Laut den im August veröffentlichten Erläuterungen der Behörde können Bürger, deren Arbeitszeit die gesetzlich festgelegten Normen übersteigt, mit einer monatlichen Zulage rechnen, die im maximalen Fall 519 Hrywnja betragen kann. Experten betonen, dass diese Maßnahme darauf abzielt, diejenigen zu unterstützen, die länger als den Standardzeitraum zum Wohle des Landes gearbeitet haben.

Berechnungsmechanismus der Zulage und die Rolle des Existenzminimums

Der entscheidende Faktor, der die Höhe der Zulage im aktuellen Jahr bestimmt, ist das Existenzminimum für arbeitsunfähige Personen. Im Jahr 2026 beträgt dieser Indikator 2595 Hrywnja. Die Gesetzgebung sieht vor, dass für jedes volle Jahr Versicherungsdienstzeit über der festgelegten Norm hinaus dem Rentner 1 % dieses Betrags gutgeschrieben werden. Somit beträgt die Berechnungsrate für ein Jahr „zusätzlicher' Dienstzeit im Jahr 2026 25,95 Hrywnja.

Dies bedeutet, dass die endgültige Summe der Zulage direkt von der Anzahl der Jahre abhängt, die den Basiswert überschreiten. Wenn ein Rentner beispielsweise 20 Jahre Dienstzeit über der Norm hat, erhält er monatlich 519 Hrywnja (20 Jahre × 25,95 UAH). Falls der Überschuss 15 Jahre beträgt, beläuft sich die Zulage auf etwa 389 Hrywnja. Es ist wichtig zu verstehen, dass nicht die gesamte Dienstzeit, sondern nur der überschüssige Teil berücksichtigt wird.

Wer hat Anspruch auf eine erhöhte Zahlung: Normen der Dienstzeit

Für die meisten Bürger der Ukraine, die im Jahr 2026 in den Ruhestand gehen, betragen die Basisnormen der Versicherungsdienstzeit 30 Jahre für Frauen und 35 Jahre für Männer. Jede Dienstzeit, die diese Zahlen übersteigt, wird zusätzlich vergütet. Für eine bestimmte Kategorie von Rentnern gelten jedoch andere Regeln. Für diejenigen, deren Renten vor dem 1. Oktober 2011 festgelegt wurden, bleiben die Dienstzeitnormen auf dem Niveau von 20 Jahren für Frauen und 25 Jahren für Männer.

Diese Unterscheidung ist für die korrekte Berechnung von kritischer Bedeutung. Bürger, deren Dienstzeit in der Sowjetzeit oder in den frühen Jahren der Unabhängigkeit erworben wurde, können bereits bei einer geringeren gesamten Dienstzeit eine Zulage beanspruchen. Eine Frau mit 30-jähriger Dienstzeit, die vor 2011 in den Ruhestand ging, erhält beispielsweise eine Zulage für 10 Jahre Überschuss, während für diejenigen, die jetzt in den Ruhestand gehen, diese Dienstzeit als Basis gilt und keine Zulage bringt.

Wichtige Nuancen für arbeitende Rentner und Datenüberprüfung

Der PFU widmet der Situation arbeitender Rentner besondere Aufmerksamkeit. Die Erhöhung der Zulage für überdurchschnittliche Dienstzeit, die durch die Indexierung des Existenzminimums bedingt ist, erfolgt für diese Personengruppe nicht automatisch zum Zeitpunkt der Erhöhung, sondern erst nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Dies erzeugt eine zeitliche Verzögerung bei der Zahlung, die bei der Budgetplanung bekannt sein muss.

Darüber hinaus empfehlen Experten Rentnern dringend, die Vollständigkeit der Erfassung ihrer Versicherungsdienstzeit selbst zu überprüfen. Wenn in den Dokumenten des Pensionsfonds bestimmte Arbeitsperioden fehlen, wirkt sich dies direkt auf die Höhe der Zahlung aus. Im Jahr 2026 wurden die Anforderungen an die Dienstzeit für die Rentenfestsetzung ebenfalls verschärft: Für den Ruhestand mit 60 Jahren sind 33 Jahre Dienstzeit erforderlich, mit 63 Jahren 23 Jahre und mit 65 Jahren 15 Jahre. Je höher die Dienstzeit über diesen Normen liegt, desto günstiger ist die Altersversorgung.