Russland hat erfolgreich die zweite Partie von Satelliten des Systems „Raswet“ in den Orbit gebracht. Dies meldete der Berater des ukrainischen Präsidenten für technologische Entwicklung im Verteidigungsbereich, Serhij Beskrestnow, der im Medienraum unter dem Pseudonym „Flash“ bekannt ist.
Laut dem ukrainischen Experten, dessen Angaben in seinem Telegram-Kanal veröffentlicht und von RBK-Ukraine übernommen wurden, bestätigt der Start der zweiten Partie die aktive Phase des Aufbaus der russischen Satellitenkonstellation. Derzeit befinden sich bis zu 40 Geräte dieses Systems im Orbit.
Ziele und aktueller Status der Konstellation
Das System „Raswet“ wird von russischen Entwicklern als einheimisches Äquivalent zum globalen Satellitennetzwerk Starlink positioniert. Allerdings haben die ins All gebrachten Satelliten laut Beskrestnow ihre Zielpositionen in der Orbitalgruppe noch nicht eingenommen. Der Experte stellt fest, dass der Prozess der Platzierung der Geräte auf die Arbeitsorbits in naher Zukunft abgeschlossen sein könnte.
Für den vollwertigen Betrieb des Systems zu militärischen Zwecken wird Russland, so der Berater von Selenskyj, den Umfang der Starts erheblich erweitern müssen. „Um die Konstellation ‚Raswet‘ für militärische Zwecke zu nutzen, wird Russland mindestens mehrere hundert Satelliten starten müssen“, betonte Beskrestnow.
Kontext der technologischen Eskalation
Die Meldung über den Start der Satelliten ist Teil einer Reihe von Warnungen der ukrainischen Seite vor der Entwicklung der Militärotechnologie des Gegners. Zuvor hatte Serhij Beskrestnow bereits auf Änderungen in der Taktik des Einsatzes unbemannter Fluggeräte hingewiesen.
Insbesondere wies er darauf hin, dass russische Betreiber zunehmend Kamikaze-Drohnen vom Typ „Schahed“ im manuellen Betriebsmodus einsetzen, was deren Effektivität und die Schwierigkeit ihrer Abfangung erhöht. Zudem wurde bekannt, dass der Gegner „intelligente“ Drohnenschwärme entwickelt, die koordiniert agieren können.
In einem separaten Kommentar erläuterte der Berater des Präsidenten auch die Gründe für Verzögerungen bei der Auslösung von Warnsystemen für ballistische Bedrohungen und verknüpfte dies mit technischen Besonderheiten der Überwachungs- und Trajektorienanalysesysteme.
Der Start der zweiten „Raswet“-Partie zeugt somit von der Fortsetzung eines umfassenden Programms zum Aufbau der russischen Weltrauminfrastruktur, die in Zukunft in das System der militärischen Führung und Kommunikation integriert werden könnte.