Im Zentrum von Nikolajew unterbrach der Nachrichtendienst der SBU die Aktivitäten eines russischen Agenten, der einen Anschlag auf einen ukrainischen Soldaten mit einer selbstgebauten Bombe vorbereitete. Der Täter wurde am Tatort festgenommen, als er versuchte, eine Sprengladung unter dem Fahrzeug des Verteidigers anzubringen.
Laut Ermittlungen erfolgte die Rekrutierung über Telegram-Kanäle. Der Agent war ein eingezogener Soldat aus dem Rajon Baschtanka, der seine Einheit ohne Erlaubnis verlassen hatte und nach Möglichkeiten zur Geldbeschaffung suchte. Dort wurden ihm von Vertretern russischer Nachrichtendienste Angebote unterbreitet.
Von der Aufklärung bis zum Anschlag
Nach der Rekrutierung führte der Mann eine sorgfältige Aufklärung in der Nähe des Fahrzeugs des potenziellen Opfers durch und informierte seinen Kurator über die Bereitschaft zum Anschlag. Anschließend erhielt er die Koordinaten eines Verstecks, holte dort eine selbstgebaute Sprengladung ab und versuchte, sie unter dem Fahrzeug des ukrainischen Verteidigers anzubringen, wurde jedoch „auf frischer Tat“ ertappt.
Mitarbeiter der Sicherheitsbehörden nahmen den Mann fest, als er versuchte, Sprengstoff unter dem Fahrzeug eines ukrainischen Soldaten anzubringen. Die SBU verhaftete einen russischen Agenten, der einen Anschlag im Zentrum von Nikolajew vorbereitete (Foto: facebook.com/SecurSerUkraine).
Das Schema mit Starlink-Terminals
Neben der Vorbereitung des Anschlags stellten die Ermittler fest, dass ihm von russischen Nachrichtendiensten die Registrierung von Satelliten-Terminals von Starlink übertragen wurde. Zuerst registrierte der Täter eines davon und übergab dem Kurator die entsprechenden Daten.
Später versuchte er, seine Frau und zehn weitere Personen zur illegalen Registrierung von Terminals zu bewegen, die ihre Passdaten im Austausch gegen Geld zur Verfügung stellten. Laut Ermittlungen planten die Russen den Zugang zu Starlink zur Korrektur von Raketen-, Luft-, Artillerie- und Drohnenangriffen an der Südgrenze zu nutzen.
Folgen und Bestrafung
Während der Durchsuchungen wurde dem Festgenommenen ein Smartphone entzogen, mit dem er Kontakt zu seinem russischen Kurator hielt. Das illegal registrierte Starlink wurde blockiert. Dem Festgenommenen wurde der Verdacht des Hochverrats unter Kriegsbedingungen sowie des versuchten Terroranschlags zur Last gelegt.
Er befindet sich derzeit in Haft ohne Möglichkeit der Kaution. Ihm droht lebenslange Freiheitsstrafe mit Einziehung des Vermögens.
Übrigens berichteten wir am 21. Juli darüber, wie die SBU einen doppelten Anschlag russischer Nachrichtendienste im Zentrum von Iwano-Frankiwsk vereitelte. Zuvor hatte RBC-Ukraine darüber berichtet, dass die SBU Ukrainer vor einem neuen russischen Schema gewarnt hat. Außerdem ist bekannt, dass das SOU und das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation eine Aktivierung russischer Nachrichtendienste festgestellt haben.