Am Morgen des 29. August, unmittelbar nach dem nächtlichen Angriff, führten russische Truppen einen zweiten Schlag gegen das Kijewscher Gebiet aus. Laut RBC-Ukraine, unter Berufung auf den Staatlichen Dienst für Notfälle (DSNS) und die Pressestelle des Unternehmens, wurde durch den zweiten Schlag eines der Lager der Baumarkt-Kette „Agromat“ beschädigt. Seit dem frühen Morgen arbeiten Rettungskräfte an mehreren Orten und bekämpfen die großen Brände, die auf Logistikobjekten ausgebrochen waren.

Zweiter Schlag nach dem nächtlichen Angriff

Wie die Notfalldienste mitteilen, folgte auf den nächtlichen Schlag ein weiterer, in dessen Folge auf Logistikobjekten Brände ausbrachen. Derzeit sind Kräfte des DSNS gleichzeitig an mehreren Orten im Einsatz und arbeiten an der Bekämpfung der großflächigen Brände. Am Unfallort wurden dichte schwarze Rauchwolken und offenes Feuer festgehalten, das Lager- und Logistikstrukturen ergriffen hatte.

„Alle sind am Leben“: Erklärung von „Agromat“

Die Pressestelle der Kette „Agromat“ bestätigte, dass „heute Morgen infolge eines direkten Treffer des Feindes eines unserer Lager im Kijewscher Gebiet erhebliche Schäden erlitten hat“. Dabei betonte das Unternehmen: „Das Wichtigste sind die Menschen. Alle sind am Leben, niemand aus unserem Team wurde verletzt.“ Derzeit bewertet das Unternehmen das Ausmaß der Zerstörungen und stellt seine Arbeitsprozesse um; aufgrund der Lage sind Verzögerungen bei der Ausführung einzelner Bestellungen möglich.

Chronologie der Schläge und Klarstellung der Zahlen

Wichtig ist, zwei Ereignisse zu unterscheiden. Am Abend des 28. August brach infolge eines russischen Angriffs im Btschansker Rajon des Kijewscher Gebiets in Lagerräumen ein Feuer aus, das von Explosionen und einer anschließenden Detonation begleitet war; nach vorliegenden Angaben sind 27 Tote und mehr als 40 Verletzte bekannt. Auf diesen Vorfall bezieht sich die genannte Zahl der Opfer, nicht auf den Morgenschlag vom 29. August gegen das Lager von „Agromat“, bei dem laut Unternehmensangabe keine Verletzten zu beklagen sind. Aufgrund des großflächigen Brands wurde auf dem Streckenabschnitt der M-06 „Kiew – Tschop“ zwischen dem 15. und 32. Kilometer die Bewegung aller Fahrzeuge vorübergehend gesperrt.

Reaktion der Behörden und Ermittlungen

Auf den feindlichen Schlag reagierte bereits der ukrainische Ministerpräsident Serhij Horeskyj, der erklärte, dass die jüngste Tragödie in Wischnewe „keine Lehre“ gewesen sei – damit wies er im Wesentlichen auf die Möglichkeit hin, dass die Russen möglicherweise einen Militärzug im Dorf Milla angegriffen hatten. Die Staatsanwaltschaft hat im Btschansker Rajon Ermittlungen aufgenommen, wo nach dem russischen Schlag auf dem Gelände eines Unternehmens eine Detonation stattfand; insbesondere wird die Rechtmäßigkeit der Lagerung von Sprengstoffen geprüft.