Im Verantwortungsbereich des 7. Korps der Schnellreaktionskräfte der Landstreitkräfte (DSchU) trafen ukrainische Soldaten mehrere Einheiten russischer Panzerfahrzeuge, die der Gegner laut Bewertung des Korps derzeit nur selten an der Front einsetzt. Dies teilte das Kommando des 7. Korps DSchV in seinem eigenen Facebook-Kanal mit, wie RBC-Ukraine berichtet, und veröffentlichte Videoaufnahmen des Kampfeinsatzes von Aufklärungsdrohnen.
Seltener Einsatz von Panzerfahrzeugen an der Kontaktlinie
Laut Angaben des Korps wagten russische Soldaten, einen Infanteriekampfwagen (IKW) und ein kampfbetontes gepanzertes Fahrzeug (KPF) an die Linie des Kampfkontakts zu bringen. Das Kommando betont, dass der Einsatz dieser Waffensysteme an der Frontlinie heutzutage ein seltenes Phänomen ist. Wie das Korps vermutet, versuchte der Gegner wahrscheinlich, die Dichte der ukrainischen Verteidigung zu „testen“ und die sogenannte „Killzone“ – die Zone der garantierten Zerstörung für Technik und Personal – zu prüfen.
Wie die Drohnen arbeiteten: 92. Brigade und 225. Regiment
In der Mitteilung des 7. Korps wird betont, dass dank „präziser Koordination der Luftaufklärung und der Schlagmittel“ die feindliche Technik schnell entdeckt und zerstört wurde. Auf dem veröffentlichten Video trifft eine Drohne der 92. unabhängigen Sturmbriгада des Iwan Syrko den IKW des Gegners, während die Piloten des 225. unabhängigen Sturmentregiments ihrerseits einen Schlag gegen das kampfbetonte gepanzerte Fahrzeug führen. Auf diese Weise wurden beide Fahrzeugtypen durch die Sturmeinheiten des Korps außer Gefecht gesetzt.
Kontext: logistischer Druck auf der Slawjansker Richtung
Der Vorfall mit der Zerstörung der Panzerfahrzeuge fügt sich in den breiteren Kontext der Aktionen des 7. Korps ein. Wie in der Mitteilung erinnert wird, gelang es den Kämpfern der SPEZ-„Apatschi“-Einheit im Rahmen der 81. unabhängigen luftmobilen Slobodschansker Brigade des 7. Korps der Schnellreaktionskräfte DSchU in den letzten zwei Monaten, die Logistik der russischen Armee im operativen Hinterland auf der Slawjansker Richtung zu durchschneiden. Laut Bewertung des Korps führten die anhaltenden Drohnenangriffe der Ukraine zu einem „Munitionsmangel“ des Gegners an der Frontlinie, was wahrscheinlich die Versuche erklärt, seltenere Waffentypen an die Front zu bringen.
Breiter: Erprobung der Zusammenarbeit von EBM und UAV sowie Abschuss von „Scheheds“
Gesondert wird angemerkt, dass das 7. Korps DSchV seine Kampffähigkeiten weiter ausbaut: Zuvor wurde berichtet, dass in seinen Einheiten bereits reaktive Drohnen-Selbstmordfahrzeuge „Schehed“ abgeschossen werden, und es wird ein neues System der Zusammenarbeit zwischen elektronischen Kampfmitteln und unbemannten Luftfahrzeugen entwickelt. Die Gesamtheit dieser Faktoren ermöglicht es laut Logik des Kommandos, an die Front gerückte Technik des Gegners schnell zu erkennen und zu zerstören, selbst wenn sie nur episodisch und in begrenzter Menge eingesetzt wird.