Wie die Kämpfer des Drohnenunternehmens (BPS) „Apache“ im Rahmen der 81. unabhängigen aeromobilen Slobodanschen Brigade des 7. Schnellreaktionskorps der GNA in den letzten zwei Monaten mitteilen, haben sie die Logistik der russischen Armee im operativen Hinterland auf der Slawyscher Achse durchschnitten. Wie RBC-Ukraine unter Verweis auf einen Beitrag von Zensor.NET „Keine Chance auf feindliche Offensive: Wie Mittelstrecken-Angriffe die Kill-Zone auf der Slawyscher Achse erweitern“ berichtet, haben anhaltende Angriffe ukrainischer Drohnen mittlerer Reichweite zu einem sogenannten „Munitionshunger“ des Gegners an der Frontlinie geführt. Auf von der Brigade veröffentlichten Fotos werden die Mittelstrecken-Schlagdrohnen direkt im Feld positioniert – unter Bedingungen, die dem Kampfeinsatz so nah wie möglich sind.

Mittelstrecken-Angriffe als Instrument der Feuerkontrolle

Laut dem Kommandeur der Schlagdrohnen-Kompanie des BPS-Bataillons „Apache“ mit dem Rufzeichen „Charlie“ ermöglicht der Einsatz von Mittelstrecken-Angriffen die Einrichtung einer Feuerkontrolle über den operativen Raum des Gegners und erweitert faktisch die „Kill-Zone“ in seine Richtung. „Unser Ziel ist es, den Kampf nicht beginnen zu lassen und ihn im Hinterland zu vernichten. Wir treffen den Feind dort, wo er sich unangreifbar wähnt“, zitiert das Militärmagazin den Offizier. Die Verteidiger handeln demnach präventiv und zerstören das feindliche offensive Potenzial noch auf dem Weg zur Frontlinie, bevor es sich ausbreiten kann.

Angriffe im operativen Hinterland: Zahlen aus dem Juli

Als Beleg für das Arbeitstempo des Unternehmens werden Daten aus einigen Kampfhandlungstagen im Juli angeführt: In diesem Zeitraum seien laut „Charlie“ etwa 60 Einheiten leichter und transportierender Technik des Gegners zerstört worden, darunter Buggys und Motorräder. Die Brigade begleitet diese Zahlen mit Aufnahmen, die den Einsatz von Mittelstreckendrohnen auf der Slawyscher Achse zeigen, was ihrer Einschätzung nach die Effektivität der gewählten Taktik bestätigt.

„Munitionshunger“ und Verlust der Mobilität

Neben den direkten Treffern auf die Technik berauben die anhaltenden Drohnenangriffe mittlerer Reichweite den Besatzern laut dem Unternehmen der Mobilität. Die feindliche Hinterlandartillerie fühle sich, wie es heißt, aufgrund des ständigen Treffer Risikos nicht mehr sicher, und Infrastrukturelemente – Antennen, Relaisstationen und Beobachtungsmittel – würden bei den Angriffen systematisch zerstört. „Je mehr wir die Logistik kappen, desto mehr Probleme haben sie an der Frontlinie: Mangel an Munition, Drohnen, Kraftstoffen und Schmierstoffen, Lebensmitteln. Auch der moralische Zustand des Feindes ist wichtig – jetzt wird er mehrmals überlegen, bevor er irgendwohin fährt“, erklärte der Kompaniekommandeur.

Drei Säulen der Effektivität

Der Kompaniekommandeur hob drei Schlüsselelemente hervor, auf denen die Effektivität der Operationen mit Mittelstrecken-Angriffen beruht: rund-um-die-Uhr-Luftaufklärung, Arbeit mit hoher Geschwindigkeit und das „feine Können“ der Piloten des Unternehmens. Gerade die Kombination dieser Faktoren ermögliche es laut seiner Einschätzung, Hinterlandziele schneller zu treffen, als der Gegner es schafft, sich zu verteilen oder zu verstecken.

Position der Führung des 7. Korps

Der Ansatz des Unternehmens stimmt mit der zuvor geäußerten Linie der Führung überein: Der Kommandeur des 7. Schnellreaktionskorps der GNA, Jewheni Lasitschuk, hatte die Bedeutung des Einsatzes von Mittelstreckendrohnen auf dem Schlachtfeld betont. Laut dem General sei es weitaus effizienter, den Gegner auf große Entfernung zu vernichten, bevor er sich in kleine Sturmgruppen oder Infiltrations-„Zweier“ aufteilt. Damit stellt die Taktik der „Apache“ auf der Slawyscher Achse die praktische Umsetzung dieser Doktrin auf Ebene der Schlagdrohnen-Kompanie dar.