Die Verteidigungskräfte der Ukraine setzen in der Nacht zum 26. August ihre präzisen Schläge gegen die rückwärtige Infrastruktur der russischen Besatzungstruppen fort. Laut Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte trafen die Streitkräfte in den letzten 24 Stunden und in der Nacht mindestens 16 Objekte des Gegners – von Radarstationen in der besetzten Krim bis hin zu einem der größten Erdölraffinerien Russlands in der Region Nischni Nowgorod.

Schläge auf die Rückwärtigen in der Krim

Zu den Hauptzielen der nächtlichen Schläge gehörte die Radarstation „Kasta', die im Raum Katsch (besetzte Krim) getroffen wurde. Außerdem wurde in Pervomaiskoje eine Reparatur- und Instandsetzungsbase der russischen Truppen zerstört, in Tschernomorskoje – eine Relaisstation für die Drohnen „Geran'/„Gerbera'. Schläge auf Relaisstationen und Lehr-Steuerzentren zielen nach Einschätzung von Experten auf die Degradierung des Drohnenleitsystems des Gegners und die Einschränkung seiner Fähigkeiten zu massierten Angriffen.

„Langstreckensanktionen': Raffinerie in Kstowo und Wildberries-Lager

Neben den Zielen auf der Krim setzten die ukrainischen Streitkräfte in der Nacht zum 26. August die Taktik der „Langstreckensanktionen' gegen 16 Objekte auf dem Gebiet Russlands ein. Insbesondere wurde eine der größten Erdölraffinerien Russlands getroffen – „Lukoil-Nischni Nowgorod-Nefteorgsintez' in Kstowo in der Region Nischni Nowgorod. Laut dem Dienst Fire Point trafen ukrainische Drohnen FP-1 gleichzeitig diese Raffinerie und das größte Lager des Netzwerks Wildberries in der Region Tambow, was auf die gleichzeitige Treffer mehrerer entfernter Ziele mit einem einzigen Schuss hinweist.

Kontext: Serie von Treffern auf Radarstationen und Luftabwehr

Die Schläge auf Radarstationen fügen sich in eine breitere Kampagne ein: Laut Berichten ukrainischer Quellen trafen Spezialeinheiten und Drohnenbetreiber in wenigen Tagen Dutzende russischer Luftabwehr-, elektronischer-Kampf- und Radarstationen, darunter Stationen vom Typ „Kasta' bei Belgorod, was laut Angaben der Betreiber Korridore für anschließende massierte Drohnenangriffe öffnete. Die systematische Zerstörung von Radarstationen beraubt den Gegner der Möglichkeit, Luftziele rechtzeitig auf weiter Entfernung zu erkennen und zu verfolgen.

Widersprüchliche Daten

Gleichzeitig sind in offenen Quellen Abweichungen in den Details zu beobachten. In der Zusammenfassung des Generalstabs, die von RBC-Ukraine zitiert wird, ist die Rede von der Treffer der Radarstation „Kasta' in Katsch, während eine Reihe ukrainischer Medien (Focus) den Verlust der Station „Kasta-2E2' mit dem Raum Jevpatorija in Verbindung bringen und auf eine andere Modifikation hinweisen. Der genaue Standort und der Index der getroffenen Station sowie die endgültige Liste der 16 getroffenen Objekte wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht durch unabhängige Faktenchecks bestätigt und können mit dem Einlaufen von Daten präzisiert werden.