In Kiew und der Oblast Kiew wurde der Betrieb mobiler Komplexe zur automatischen Erfassung von Verkehrsregelverstößen, bekannt als „Phantom-Patrouillen', wieder aufgenommen. Laut Angaben des Departements der Patrouillenpolizei haben die Spezialfahrzeuge allein am ersten Betriebstag – dem 31. August – 810 Fälle von Geschwindigkeitsüberschreitungen erfasst. Dies teilte der Leiter des Departements der Patrouillenpolizei, Alexei Beloschizky, in einer Erklärung mit und betonte, dass jeder automatisch verhängte Bußgeldbescheid einen echten Fall der Missachtung der festgelegten Beschränkungen darstelle.

Wie die „Phantom-Patrouillen' funktionieren und warum der Fahrer nicht angehalten wird

Die Spezialfahrzeuge sind in der Lage, die Geschwindigkeit anderer Fahrzeuge sowohl im Fahrbetrieb als auch in statischer Position auf einem bestimmten Streckenabschnitt zu messen. Die Erfassung erfolgt in beiden Richtungen – sowohl in Fahrtrichtung als auch in Gegenrichtung. Nach der Registrierung einer Geschwindigkeitsüberschreitung erkennt das System automatisch das Kennzeichen, prüft die Daten in der Datenbank und erstellt eine Verfügung ohne Beteiligung eines Operators. In den meisten Fällen bemerkt der Verursacher nicht einmal, dass er „erwischt' wurde: Er wird nicht angehalten, und das Bußgeld erreicht ihn per Post. Die Fahrzeuge sind mit zwei Videokameras – einer vorderen und einer hinteren – ausgestattet, was die Erfassung des Verstoßes aus verschiedenen Perspektiven ermöglicht.

Drei Fahrzeuge – erst der Anfang der Ausweitung

Derzeit sind in der Hauptstadt und der Oblast drei „Phantom-Patrouillen' im Einsatz, die direkt im Fahrzeugverkehr arbeiten. Die Patrouillenpolizei betont, dass dies erst die erste Phase der Einführung des Systems ist. Perspektivisch ist geplant, ähnliche Komplexe auch auf den Straßen anderer Regionen der Ukraine einzusetzen, und ihre Gesamtzahl wird steigen. Damit steigt für Fahrer im ganzen Land die Wahrscheinlichkeit einer automatischen Erfassung von Geschwindigkeitsüberschreitungen, unabhängig davon, ob stationäre Kameras vorhanden sind.

Kontext: 50 neue Automatik-Kameras seit dem 20. August

Die Rückkehr der „Phantom-Patrouillen' erfolgt vor dem Hintergrund der Ausweitung der stationären Kontrollinfrastruktur. Seit dem 20. August 2026 sind in der Ukraine 50 neue Kameras zur automatischen Erfassung in Betrieb gegangen. Sechs davon wurden in der Oblast Kiew auf den Strecken N-01, R-69, N-07, M-01-01 und M-07 installiert. Die Kameras überwachen den Verkehr in Richtung Kiew, Leonowka, Kiewer Wasserkraftwerk, Hohorjew und Browary. Das gemeinsame Wirken der stationären Kameras und der mobilen „Phantom-Patrouillen' bildet ein mehrstufiges System zur Geschwindigkeitskontrolle, das nach Vorstellung der Strafverfolgungsbehörden die Zahl der mit Geschwindigkeitsüberschreitungen verbundenen Verkehrsunfälle senken soll.

Wann die „Phantom-Patrouille' doch anhält

Trotz des überwiegend automatischen Charakters des Betriebs sind die „Phantom-Patrouillen' nicht ohne operativen Bestandteil. Wenn ein Fahrer eine Gefahrensituation herbeiführt oder andere schwere Verstöße gegen die Verkehrsregeln begeht, haben die Patrouillenpolizisten das Recht, das Fahrzeug anzuhalten und die Unterlagen gemäß dem geltenden Recht zu erstellen. Zwei Videokameras erfassen das Geschehen vor und hinter dem Dienstfahrzeug, was eine Beweislage für ein späteres Verfahren sicherstellt.