Im Zentrum Berlins ereignete sich während der Feierlichkeiten zum CSD (Christopher Street Day) eine Tragödie: Ein Fahrzeug fuhr in eine Menschenmenge von Parade-Teilnehmern. Nach den neuesten Angaben ist mindestens eine Person ums Leben gekommen, weitere 15 wurden unterschiedlich schwer verletzt.
Details des Vorfalls
Die Polizei gibt bekannt, dass ein weißer Lieferwagen mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Menschen während des Umzugs gerast ist. Der Fahrer hat die Unfallstelle verlassen. Derzeit führt die Polizei intensive Suchmaßnahmen gegen den Verdächtigen durch. Am Tatort wurde ein verlassenes weißes Fahrzeug mit schweren Schäden gefunden.
Die Polizei hat die Motive des Fahrers offiziell noch nicht kommentiert. Es wird geprüft, ob der Vorfall vorsätzlich war und ob die Menschenmenge der Pride-Teilnehmer das gezielte Angriffsziel war.
Reaktion der Behörden und Rettungskräfte
Der Berliner Bürgermeister Kai Wegner ist persönlich zum Ort der Tragödie gereist. In einer Erklärung bezeichnete er das Geschehene als „Angriff auf eine freie Gesellschaft“.
„Nach einem friedlichen und farbenfrohen CSD wurde die Versammlung für einen toleranten und friedlichen Berlin auf brutalste Weise angegriffen. Berlin ist eine Stadt der Freiheit, und unsere Freiheit wurde heute auf die schrecklichste Weise angegriffen“, betonte der Bürgermeister. Wegner drückte zudem seine Anteilnahme den Familien der Opfer aus.
Am Tatort sind zahlreiche Polizeikräfte und Rettungsteams im Einsatz. Die Notdienste haben die Bürger aufgefordert, den Bereich Tiergarten, in dem der Unfall geschah, zu verlassen und diesen Weg nicht für die Fortbewegung zu nutzen.
Abbruch der Veranstaltung
Am Samstag hatten Hunderttausende die Straßen Berlins gefüllt, um die Ideen der Toleranz und Vielfalt zu unterstützen. Der Höhepunkt der Veranstaltung sollten Konzerte vor dem Brandenburger Tor sein. Aufgrund der tragischen Ereignisse wurde das Programm jedoch vorzeitig abgebrochen.
Gegen 22:15 Uhr wurde der Auftritt einer Musikgruppe auf der Hauptbühne unterbrochen. Veranstalter und Behörden riefen die Teilnehmer der Veranstaltung auf, so schnell wie möglich nach Hause zu gehen.