In Washington wird ein umfassendes Gesetz vorbereitet, das den Ansatz des Sanktionsdrucks auf Moskau grundlegend verändert. Laut dem Korrespondenten des Verlags Alex Raufoglu wird das Dokument am Montag, dem 13. Juli, vorgestellt. Die Neuheit besteht darin, dass ein erheblicher Teil der Beschränkungen automatisch innerhalb von 30 Tagen nach Verabschiedung des Gesetzes in Kraft tritt, ohne dass eine zusätzliche Abstimmung mit der Administration erforderlich ist.
Abschaffung der Abhängigkeit von der Entscheidung des Präsidenten
Die zuvor diskutierte Version des Gesetzes sah vor, dass die Umsetzung von Gegenmaßnahmen auf den Verzicht Russlands auf Friedensbemühungen vollständig vom Willen des Präsidenten Donald Trump abhängt. Die neue Fassung des Dokuments schließt diesen Unsicherheitsfaktor jedoch aus. Jetzt löst der Sanktionsmechanismus nach einem Zeitplan aus, was die Bedrohung für die russische Wirtschaft vorhersehbarer und unvermeidlicher macht.
Breiter sektoraler Schlag
Laut „Radio Swoboda“ geht das überarbeitete Gesetz weit über punktuelle Beschränkungen gegen einzelne Beamte oder Banken hinaus. Das neue Sanktionspaket wird fundamentale Sektoren der russischen Wirtschaft betreffen:
- Investitionssektor und Staatsschulden;
- Schifffahrt und Logistik;
- Export von Energieträgern;
- Import von Uran;
- Finanzdienstleistungen.
Ziel: Beschleunigung des Kriegsendes
Der Initiator des harten Kurses, Senator Lindsey Graham, äußerte seine Position während eines Briefings in Kiew am 10. Juli. Nach seinen Worten sollen die neuen Beschränkungen dem US-Präsidenten mächtige Druckmittel an die Hand geben, die dazu beitragen, den Krieg in der Ukraine so schnell wie möglich zu beenden. Graham betont, dass das Gesetz die Möglichkeit bietet, Zölle und strenge Beschränkungen gegen alle Länder einzuführen, die weiterhin russisches Öl und Gas kaufen.
Verantwortlichkeit für Drittländer
Ein besonderes Augenmerk im Dokument liegt auf der Bekämpfung der Umgehung von Sanktionen. Betroffen sein werden nicht nur russische Vermögenswerte, sondern auch ausländische Unternehmen sowie Staaten, die dem Kreml helfen, bestehende Beschränkungen zu umgehen. An dieser umfassenden Initiative haben die Senatoren Lindsey Graham und Richard Blumenthal etwa zwei Jahre lang gearbeitet, um einen so effektiven Mechanismus der wirtschaftlichen Eindämmung wie möglich zu schaffen.