Russische Besatzungstruppen haben im besetzten Teil der Region Charkiw einen weiteren schwerwiegenden Verstoß gegen das internationale humanitäre Völkerrecht begangen. Nach offiziellen Angaben der ukrainischen Seite haben die Invasoren 25 Zivilisten, darunter minderjährige Kinder, Jugendliche und ältere Bürger, illegal an einen unbekannten Ort verschleppt.

Details der Operation und Informationsabdeckung

Die Tatsache der Verschleppung wurde durch die Propaganda-Telegrammkanäle der Besatzer selbst bekannt, die offen mit einer sogenannten «Rettungsaktion» prahlten. Dennoch bleiben der genaue Aufenthaltsort der entführten Zivilisten und die Bedingungen ihrer Unterhaltung unbekannt, was bei Menschenrechtsverteidigern und zuständigen Behörden äußerste Besorgnis auslöst.

Dmitro Lubinez, der Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, betonte, dass das Schicksal minderjähriger Kinder die größte Sorge bereite. Die Invasoren sammeln deren persönliche Daten über speziell geschaffene Telegram-Bots unter dem Vorwand einer «Evakuierung», während Eltern und Verwandte möglicherweise nicht einmal wissen, wo sich ihre Lieben befinden.

Verstoß gegen das Völkerrecht und Reaktion des Ombudsmannes

Die Auswertung des veröffentlichten Videomaterials zeugt von psychischem Druck, Einschüchterung und der Beraubung der Entscheidungsfreiheit der Menschen. Experten und offizielle Stellen qualifizieren solche Handlungen ausschließlich als gewaltsame Verbringung und Deportation, was nach der Genfer Konvention zum Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten (Artikel 33, 34 und 49) strengstens verboten ist.

In diesem Zusammenhang hat der ukrainische Ombudsmann bereits offizielle Anfragen an den Menschenrechtsbeauftragten der Russischen Föderation gerichtet mit der Forderung, dringend Informationen über den Aufenthaltsort und den Gesundheitszustand aller 25 deportierten Bürger bereitzustellen. Gleichzeitig wurden Mechanismen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und der UN eingeschaltet, um deren Rückkehr in das von der Ukraine kontrollierte Gebiet zu unterstützen.