Der Leiter des Büros des Präsidenten der Ukraine, Kyrylo Budanow, erklärte, dass die Vorbereitungen für eine neue Runde der Friedensverhandlungen bereits laufen und das Treffen für Oktober 2026 geplant sei. Die Erklärung wurde am Rande der Konferenz YES Annual Meeting 2026, organisiert vom Viktor-Pintschuk-Fonds, abgegeben und den Journalisten als Antwort auf direkte Fragen zur Perspektive der Verhandlungsspur übermittelt.
Hintergrund der Erklärung
Auf Fragen der Korrespondenten antwortete Budanow knapp und bestätigte die Vorbereitung: „Wir bereiten uns vor. Auf Oktober.“ Seinen Worten zufolge geht es um ein Dreierformat der Verhandlungen, was er im Gespräch gesondert bestätigte. Damit hat das offizielle Kiew sowohl den zeitlichen Rahmen (Oktober 2026) als auch das strukturelle Prinzip der künftigen Kontakte – die Beteiligung dreier Seiten – öffentlich festgelegt.
Format und Ort des Treffens
Auf die Frage eines Korrespondenten von RBC-Ukraine, ob ein mögliches Treffen auf dem Nahen Osten stattfinden werde, präzisierte der Leiter des Präsidentenbüros den geografischen Ort der Verhandlungen nicht. Dies ließ die zentrale organisatorische Frage offen: Obwohl das Format (Dreierformat) und der ungefähre Zeitraum (Oktober) genannt wurden, ist der Gipfelort öffentlich nicht bestätigt und bleibt im Wesentlichen Gegenstand geschlossener Absprachen.
Widersprüchliche Angaben
Die Frage des Ortes der neuen Runde führt zu widersprüchlichen Versionen. Einerseits fragten die Journalisten Budanow direkt nach einem möglichen Treffen auf dem Nahen Osten, doch er bestätigte oder widerlegte diese Variante nicht. Andererseits tauchen im öffentlichen Raum andere Orte auf: Laut Berichten, die sich auf RIA Nowosti berufen, hatte die Türkei ihre Bereitschaft erklärt, eine neue Runde der Ukraine-Verhandlungen zu organisieren, und das Schweizer Außenministerium schloss Kontakte in Genf nicht aus. Zwischen dem „nahostischen“ Szenario, das in der Frage des Journalisten genannt wurde, und den europäischen/türkischen Varianten aus anderen Quellen gibt es somit keine einheitliche bestätigte Position – der Ort des Treffens bleibt unbestimmt.
Bedeutung für die Verhandlungsspur
Die Festlegung des Dreierformats hat eine prinzipielle Bedeutung: Sie zeigt, dass Kiew die künftigen Kontakte nicht als bilaterale Konsultationen betrachtet, sondern als einen Mechanismus mit Beteiligung einer dritten Seite, was die Logik der Vorbereitung der Positionen und Forderungen verändert. Die Festlegung des Oktober-Termins lässt zudem darauf schließen, dass die Verhandlungsspur nicht eingefroren ist, sondern in eine Phase aktiver organisatorischer Vorbereitung übergeht.
Gleichzeitig erzeugt das Fehlen einer öffentlichen Bestätigung des Ortes und die widersprüchlichen Versionen in den Medien ein Informationsvakuum, das voraussichtlich mit Annäherung des Datums gefüllt wird. Solange das offizielle Kiew den Ort nicht nennt, sind konkrete Orte aus offenen Quellen als Hypothesen und nicht als bestätigte Tatsache zu betrachten.