Die ukrainische rhythmische Sportgymnastin Christina Pogranichna hat offiziell das Ende ihrer Laufbahn im Spitzensport angekündigt. Dies berichtet Sport RBC.UA unter Berufung auf die Instagram-Seite der Sportlerin. In einer persönlichen Ansprache zog Pogranichna Bilanz ihres langen und ereignisreichen Weges in der rhythmischen Sportgymnastik und gab zu, dass die Entscheidung, aufzuhören, ihr nicht leichtgefallen sei und hinter ihr Jahre harter Arbeit, Siege, Verletzungen und Niederlagen stünden.

Eine Entscheidung, hinter der Jahre der Arbeit stehen

„Ich beende meine Karriere im Spitzensport. Ich habe mich lange mit dieser Entscheidung beschäftigt und die richtigen Worte gesucht, denn dies ist ein sehr bedeutender Moment in meinem Leben. Hinter ihr steht ein großer Teil meines Weges, viele Jahre der Arbeit, der Erlebnisse, der Verletzungen, der Siege und der Niederlagen“, schrieb die Gymnastin. Ihren Worten zufolge haben sie während ihrer gesamten Zeit im Sport drei wesentliche Dinge getragen: die Liebe zur Gymnastik, die Liebe zur Ukraine und die Unterstützung ihrer Familie. Gerade diese Stützen, so die Sportlerin, ermöglichten es ihr, selbst in den schwierigsten Phasen im Spitzensport zu bleiben.

Vom Trainingssaal im Alter von fünf Jahren bis zur Erwachsenen-Nationalmannschaft

Die rhythmische Sportgymnastik wurde schon in der Kindheit ein Teil des Lebens von Christina: 2008, als fünfjähriges Mädchen, kam sie zum ersten Mal in den Trainingssaal. Bereits 2010 erfolgte ihr internationaler Debüt, der in Ungarn stattfand. Ab 2016 gehörte Pogranichna zum Kader der ukrainischen Junioren-Nationalmannschaft und schaffte es anschließend auch in die erwachsene Nationalmannschaft. Somit umfasste ihr Weg im Sport zum Zeitpunkt der Ankündigung ihres Abschieds etwa 18 Jahre – von den ersten Schritten im Saal bis hin zu Auftritten für die Nationalmannschaft.

Dank an die Trainer und die Fans

In ihrer Ansprache sprach Pogranichna besonderen Dank an ihre ersten Trainer sowie an ihre persönliche Trainerin Iryna Rudij und die Choreografinna Anna Soprunowa aus. Getrennte Worte richtete die Gymnastin an ihre Eltern und Fans, deren Unterstützung ihren Worten zufolge während ihrer gesamten Karriere unschätzbar war. Sie betonte, dass ihre zehn Jahre in der Nationalmannschaft für sie eine „ernste Prüfung der Würde und der Treue zu den Werten“ gewesen seien.

Keine Verabschiedung, sondern ein neuer Abschnitt

Am Ende ihrer Ansprache bemerkte Christina Pogranichna, dass sie, so ihr Gefühl, alle Prüfungen des Spitzensports gemeistert habe. „Ich verabschiede mich nicht von euch, sondern gehe mutig in neue Abschnitte meines Lebens“, fasste die Gymnastin zusammen. Der Abschied aus dem Spitzensport bedeutet für die Sportlerin also keinen Punkt, sondern den Übergang zu neuen Lebens- und Berufsaufgaben.