In der Ukraine wurde eine neue Welle von Cyberangriffen registriert, die auf Mitarbeiter staatlicher Behörden und Bildungseinrichtungen abzielt. Die Täter nutzen Social Engineering und tarnen schädliche E-Mails als offizielle Newsletter von beliebten Bildungsplattformen.

Betrugsmodus

Laut der Nationalpolizei der Ukraine, zitiert von RBC-Ukraine, versenden die Kriminellen Nachrichten mit dem Angebot, ein Zertifikat über den Abschluss einer Schulung herunterzuladen. Die Opfer, die vertraute Logos sehen und dem Absender vertrauen, klicken auf Links, die an PDF-Dokumente angehängt sind. Anstelle der erwarteten Datei wird ein Archiv mit Schadsoftware auf das Gerät geladen.

Hauptziel des Angriffs ist die vollständige Kontrolle über den Computer. Nach dem Start des Virus erhalten Hacker Zugriff auf Passwörter, Finanzdaten und vertrauliche Informationen. Besonders gefährdet sind Personen, die tatsächlich Weiterbildungsmaßnahmen absolviert haben, da eine solche Nachricht für sie besonders glaubwürdig wirkt.

Schutzmaßnahmen und Vorgehen bei Entdeckung

Die Strafverfolgungsbehörden appellieren an die Bürger, verdächtige Nachrichten nicht zu ignorieren. Selbst wenn eine E-Mail von einem bekannten Absender stammt, garantiert dies nicht die Sicherheit – oft nutzen Hacker kompromittierte E-Mail-Konten für den Versand von Spam. Ein einziger Klick auf einen Link kann die Sicherheit des gesamten Unternehmensnetzwerks gefährden.

Experten empfehlen, digitale Hygiene zu wahren und Anhänge ohne vorherige Überprüfung nicht zu öffnen. Bei Erhalt einer verdächtigen E-Mail muss dies unverzüglich der Nationalen Cyber-Incident-Response-Team (CERT-UA) per E-Mail an [email protected] gemeldet werden. Eine rechtzeitige Meldung ermöglicht es den Behörden, die Angriffsquelle schnell zu blockieren und andere Netzwerke zu schützen.

Andere Angriffsvektoren

Cyberkriminelle ändern ihre Taktik ständig. Kürzlich wurden Fälle registriert, in denen E-Mails im Namen von „Nova Poshta“ versendet wurden, in denen die Opfer über Fehler in der Berichterstattung informiert und mit Steuerprüfungen bedroht wurden. Ziel solcher Nachrichten ist es, Panik zu erzeugen und den Nutzer zu veranlassen, den Anhang ohne Nachdenken zu öffnen.

Auch Angriffe über Messenger-Dienste haben zugenommen. Um sich vor Betrug in Apps wie Viber zu schützen, empfehlen Experten die Verwendung einer automatischen Spam-Prüfung, die es ermöglicht, schädliche Inhalte bereits vor Beginn des Chats zu blockieren.