Ukrainische Unternehmen haben eine offizielle Erinnerung an die bevorstehende Frist erhalten, die die Möglichkeit der Reservierung eigener Arbeitnehmer in der staatlichen App „Diia“ direkt betrifft. Laut Angaben der Pressestelle von „Diia“, veröffentlicht auf Facebook und von RBC-Ukraine weitergegeben, wird die langfristige Reservierung von Arbeitnehmern nur bis zum 1. September 2026 für jene Unternehmen verfügbar sein, die das entsprechende Kritikalitätsbeschluss nicht rechtzeitig aktualisiert haben. Wie in der App betont wurde, „um das Team für einen längeren Zeitraum zu reservieren, muss ein aktualisierter Beschluss vorliegen“. Damit bleibt dem Unternehmen ein begrenztes Zeitfenster, um die Dokumente bis zum Inkrafttreten der neuen Regeln auf den aktuellen Stand zu bringen.

Was genau ändert sich am 1. September

Das Wesentliche der Aktualisierung besteht darin, dass das Recht auf verlängerte Reservierung von Arbeitnehmern an die Aktualität des Kritikalitätsbeschlusses des Unternehmens gebunden ist. Unternehmen, die ihren Status bereits erneut bestätigt haben, müssen keine weiteren Maßnahmen ergreifen – ihre Reservierung läuft im bisherigen Modus fort. Für die übrigen Unternehmen gilt nach dem vereinfachten Verfahren die Kritikalität nur bis zum Datum des vorläufigen Beschlusses. Das bedeutet, dass Unternehmen ohne aktualisierten Status nach dem 1. September Arbeitnehmer nur für einen begrenzten Zeitraum reservieren können, was sie zwingt, regelmäßig zum Bestätigungsverfahren zurückzukehren.

Wer bereits jetzt handeln muss

Die Prioritätsgruppe sind Unternehmen, bei denen ein Kritikalitätsbeschluss erteilt wurde, aber nicht nach den neuen Kriterien aktualisiert wurde. Solche Unternehmen werden die entsprechende Benachrichtigung direkt in „Diia“ im Moment der Erbringung des Dienstes sehen: „Aktualisieren Sie den Kritikalitätsbeschluss, um Arbeitnehmer für einen längeren Zeitraum zu reservieren. Wir sparen Ihre Zeit und machen staatliche Dienste benutzerfreundlich“, so die Zusammenfassung der Pressestelle. In der Praxis bedeutet das, dass HR- und Rechtsabteilungen der Unternehmen den Status des Unternehmens im System im Voraus prüfen und bei Bedarf die Dokumente für die erneute Bestätigung einreichen müssen, ohne das Verfahren auf die letzten Tage vor der Frist zu verschieben.

Automatische Verlängerung und vereinfachtes Verfahren

Parallel zur Erinnerung an die Frist wird ein Mechanismus diskutiert, bei dem kritisch wichtige Unternehmen die Reservierung ihrer Mitarbeiter in „Diia“ ohne erneute manuelle Bestätigung automatisch fortsetzen können. Nach dem vereinfachten Verfahren bleibt die Kritikalität bis zum Datum des vorläufigen Beschlusses bestehen, was die administrative Belastung für Unternehmen reduziert. Dennoch betonen Experten und Medien: Die automatische Verlängerung hebt die Notwendigkeit eines aktuellen Kritikalitätsbeschlusses nicht auf, und es ist daher riskant, die Benachrichtigung in der App zu ignorieren.

Widersprüchliche Angaben

In den Veröffentlichungen zum Thema zeigt sich eine unterschiedliche Bewertung der Folgen für Unternehmen, die ihren Status nicht aktualisiert haben. Einerseits betonen RBC-Ukraine, Focus und Delo das vereinfachte Verfahren und die Möglichkeit der automatischen Verlängerung der Reservierung für kritisch wichtige Unternehmen sowie die Tatsache, dass für bereits erneut bestätigte Unternehmen keine Maßnahmen erforderlich sind. Andererseits formuliert die Ausgabe glavred.info das Thema in einem alarmierenderen Ton – als mögliche Aussetzung der Reservierung über „Diia“ und darüber, dass „Tausende von Arbeitnehmern ihre Aussetzung verlieren werden“. Der Unterschied zwischen den Versionen liegt darin, wie streng die Einschränkung nach dem 1. September angewendet wird: In einigen Quellen ist es ein sanfter Übergang zum vereinfachten Verfahren, in anderen ein reales Risiko des Verlusts der Aussetzung für eine erhebliche Zahl von Mitarbeitern. Die offizielle Position von „Diia“ bleibt im Rahmen einer Erinnerung an die Notwendigkeit der Aktualisierung des Beschlusses, nicht an einer vollständigen Einstellung des Dienstes.

Kontext: Aktualisierung der Kriterien durch das Kabinett

Die Erinnerung an die Frist ist kein isolierter Schritt. Zuvor hatte das Kabinett der Minister der Ukraine eine Entscheidung über die Aktualisierung der Kriterien für die Verleihung des Kritikalitätsstatus an Unternehmen getroffen, was die Notwendigkeit der erneuten Bestätigung für einen Teil der Unternehmen zur Folge hatte. Separat wurde erläutert, auf wen die Frist des 1. September nicht ausgedehnt wird und welche gesetzlichen Gründe dafür bestehen, dass ein Unternehmen die Reservierung eines bestimmten Mitarbeiters zurücknimmt. Die Gesamtheit dieser Entscheidungen bildet eine neue Logik der Arbeitnehmerreservierung, in der die Aktualität des Kritikalitätsstatus zur Schlüsselbedingung für die langfristige Personalplanung wird.