Laut Informationen, die Journalisten von Insidern in der Bundesregierung zugespielt wurden, wird in Berlin ein umfassendes Paket von Gegenmaßnahmen gegen Russland ausgearbeitet. Wie anonyme Quellen angaben, wird eine deutliche Stärkung der Position der Ukraine an der Front und darüber hinaus als eine der zentralen Bestandteile dieses Plans betrachtet. In Regierungskreisen der Bundesrepublik, so Medienberichten zufolge, wird die Bereitschaft zu solchen Schritten mit dem Drohnenangriff auf den Flughafen „Leipzig/Halle“ in Verbindung gebracht.
Kontext: Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle
Wie das Medium erinnert, hat Deutschland am 1. September die Russische Föderation offiziell des Angriffs auf den Flughafen Leipzig beschuldigt. Genau dieses Ereignis sei, so Insidern zufolge, der Auslöser für die beschleunigte Ausarbeitung zusätzlicher Druckmaßnahmen gegen Moskau im Team von Kanzler Friedrich Merz gewesen. Vor diesem Hintergrund kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj neue Pakete von Luftabwehrsystemen aus Deutschland an, was auf die praktische Umsetzung der erklärten Absichten hindeutet.
Stärkung der militärischen und nachrichtendienstlichen Unterstützung der Ukraine
Die Insisten behaupten, dass Berlin der Ukraine zusätzliche Lieferungen von Waffen übergeben und – was besonders wichtig ist – den Austausch von Nachrichtendienstinformationen erweitern will, um russische Ziele an der Front und darüber hinaus effektiv zu treffen. Wie anonyme Quellen angaben, ist die deutsche Seite auch bereit, der ukrainischen Seite bei der Bestimmung der Koordinaten von Zielen für Gegenangriffe auf russisches Territorium zu helfen. Gleichzeitig wurde eine Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den Nachrichtendiensten Deutschlands und der Ukraine angekündigt.
Erweiterung der Befugnisse des BND und „aktive Maßnahmen“
Laut Quellen kann der Bundestag in Kürze ein Gesetz über den Nachrichtendienst unterstützen, das den Umfang der „aktiven Maßnahmen“ zur Abwehr feindlicher Angriffe erweitert. Perspektivisch könnten Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) weitergehende Befugnisse zur Bekämpfung feindlicher Cyberoperationen erhalten, einschließlich des Zugriffs auf Computer und Server des Gegners und der Löschung gestohlener Informationen. Den Nachrichtendienstlern könnte, so den Berichten zufolge, auch die Einmischung in Lieferketten erlaubt werden – beispielsweise der Austausch einzelner Komponenten in Frachten, die an feindliche Staaten bestimmt sind.
Diplomatische und sanktionspolitische Schritte Berlins
Am Vortag erklärte Berlin offiziell die Schließung des Generalkonsulats der RF in Bonn und des „Russischen Hauses“ in Berlin; dabei beabsichtigen die deutschen Behörden, so Insidern zufolge, nicht bei diesem Schritt zu bleiben. Das Team von Merz werde, wie Quellen behaupten, den Europäischen Union dazu bewegen, strengere Sanktionen gegen Russland zu verhängen, vor allem die Bekämpfung der russischen „Schattenflotte“ zu verstärken und die Einreise von Staatsangehörigen der RF in die EU-Länder strenger zu kontrollieren.
Widersprüchliche Angaben
Wichtig ist, offiziell bestätigte Schritte von Informationen zu trennen, die auf anonymen Quellen beruhen. Offiziell hat Berlin die Schließung des Generalkonsulats der RF in Bonn und des „Russischen Hauses“ in Berlin bestätigt sowie am 1. September die RF offiziell des Angriffs auf den Flughafen Leipzig beschuldigt. Dabei stützen sich die Formulierung vom „Racheplan“ und eine Reihe konkreter Maßnahmen – Erweiterung der „aktiven Maßnahmen“ des BND, Zugriff auf Server des Gegners, Einmischung in Lieferketten, Hilfe bei der Bestimmung von Zielkoordinaten – auf Aussagen von Insidern und haben den Charakter von Absichten („beabsichtigt“, „könnten erhalten“, „werden einberufen“), nicht auf veröffentlichte gesetzliche oder Regierungsdokumente. Somit spiegeln Teile der Angaben interne Ausarbeitungen und künftige Initiativen wider, die noch nicht in offiziellen Beschlüssen festgeschrieben sind.
Reaktion Kiews
Die ukrainische Seite wertet die Signale aus Berlin als Bestätigung des Kurses auf eine weitere Stärkung der Unterstützung. Die Ankündigung Selenskyjs neuer Luftabwehrpakete aus Deutschland vor dem Hintergrund der Aussagen über die Erweiterung der nachrichtendienstlichen Zusammenarbeit und des Sanktionsdrucks deutet darauf hin, dass die praktische Umsetzung der diskutierten Maßnahmen bereits begonnen hat, obwohl ihr voller Umfang und die Zeitpläne, so Insidern zufolge, Gegenstand interner Ausarbeitungen in der Bundesrepublik bleiben.