Am 10. August 2026 kündigte das ukrainische Unternehmen DevDroid ein umfassendes Update seines universellen Steuerungssystems Droid Box an. Diese Software- und Hardware-Lösung, die bereits zum Standard für zahlreiche Bodenrobotik-Komplexe (NRK) geworden ist, erhielt kritisch wichtige Funktionen: eine vollständige bidirektionale Audioverbindung und einen autonomen Betriebsmodus in „blinden“ Zonen. Das Update soll zwei Hauptprobleme der Operatoren auf dem Schlachtfeld lösen: die Unfähigkeit, mit dem Gegner oder Verbündeten zu verhandeln, und das Risiko, die Kontrolle über den Roboter beim Betreten von Wäldern oder unter Brücken zu verlieren.

Bidirektionale Audioverbindung: Von der Beobachtung zum Gespräch

Die Schlüsselneuheit ist die Integration eines Moduls zur Fernsteuerung eines Lautsprechers. Nun kann der Operator über ein Tablet nicht nur die Umgebung des Roboters sehen, sondern auch hören und seine eigene Stimme übertragen. Das System ermöglicht die Übertragung von Sprachnachrichten in Echtzeit oder die Wiedergabe von vorab geladenen Audiofiles. Dies eröffnet neue taktische Möglichkeiten: von der Übermittlung von Kapitulationsforderungen bis hin zur Koordinierung von Aktionen mit benachbarten Einheiten unter Bedingungen, in denen die Hauptkommunikationskanäle (Funk) überlastet oder unzugänglich sind.

Ein wichtiger Aspekt ist das Feedback. In die Kameras der NRK integrierte Mikrofone übertragen den Audio-Stream an das Tablet des Operators. Dies ermöglicht das Hören von menschlichen Schritten, dem Betrieb von Fahrzeugmotoren oder mechanischen Geräuschen, die auf dem Video aufgrund von Rauch oder schlechter Sichtbarkeit möglicherweise nicht sichtbar sind. Lautsprecher werden bereits auf bestehenden DevDroid-Plattformen installiert, und in Kürze wird eine neue Charge der Komplexe Zmiy Droid 12.7, die gemeinsam mit RoverTech entwickelt wurden, damit ausgerüstet werden.

Autonomes Überwinden „blinder“ Zonen

Das zweite grundlegende Update betrifft die Navigation unter Bedingungen instabiler Verbindung. Die aktualisierte Droid Box verfügt über eine Funktion zum automatischen Durchfahren von Abschnitten, in denen das Steuersignal vorübergehend ausfällt. Der Operator legt den маршрут im Voraus fest, und der Roboter überwindet die Zone des Signalverlusts selbstständig – sei es ein dichter Wald, ein Tunnel oder der Raum unter einer Brücke. Sobald das Signal wiederhergestellt ist, geht die Kontrolle an den Operator zurück.

Die Entwickler betonen, dass diese Lösung die Mobilität der Plattform unter schwierigen Geländebedingungen erhält und das Risiko verringert, dass der Roboter aufgrund eines Signalverlusts auf dem Schlachtfeld zurückgelassen wird. Die Funktion ist für die Durchführung von Aufgabenerkundungen in städtischen Gebieten oder in bewaldetem Gelände, in denen Radiowellen häufig abgeschirmt werden, von kritischer Bedeutung.

Integration mit neuen Kampfmodulen

Die Weiterentwicklung der Software schreitet Hand in Hand mit der Einführung neuer Hardware-Lösungen voran. Zuvor wurde über die Vorstellung des Aufklärungs- und Kampdrohnen Droid TW 40 berichtet, der eine sechsrädrige Plattform mit dem Kampfmодуль Wolly 40 und einem automatischen Granatwerfer Mk 19 kombiniert. Dieses System wurde bereits in den Verteidigungskräften der Ukraine kodifiziert. Das Update von Droid Box wird es solchen schweren Maschinen ermöglichen, effektiv mit der Infanterie zu interagieren und mit dem Gegner zu verhandeln, bevor das Feuer eröffnet wird.

Zudem befindet sich im Arsenal von DevDroid der Transport-NRK Protector, der die Tragfähigkeit verdoppelt hat und einen neuen Verbindungstyp erhalten hat. Dank dieser Verbesserungen konnte einer der Komplexe innerhalb eines Monats mehr als 15 Tonnen Fracht transportieren. Die Einführung neuer Steuerungsfunktionen wird es auch solchen logistischen Robotern ermöglichen, autonomer und sicherer zu arbeiten.