Die Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine (AFU) haben offiziell Änderungen am Format der Morgenberichte über die Kampfeinsätze angekündigt. Der Leiter des Kommunikationsbüros der Luftwaffe, Jurij Ignat, bestätigte, dass in den Berichten eine Einschränkung der Veröffentlichung detaillierter Statistiken zu russischen ballistischen Raketen eingeführt wird. Diese Entscheidung betrifft die Anzahl der abgefeuerten, abgeschossenen, unterdrückten oder ihre Ziele nicht erreichenden Raketen während massiver Angriffe.
Wesen der Änderungen in der Informationspolitik
Wie Jurij Ignat mitteilte, hören die Streitkräfte nicht auf, die Bevölkerung über Luftbedrohungen zu informieren. Operative Daten zu Luftalarmen und der Art der Angriffe werden weiterhin in Echtzeit über die Messenger Telegram, Viber und WhatsApp verbreitet. Das Format der Morgenübersichten, die die Ergebnisse der nächtlichen Kampfeinsätze zusammenfassen, wird jedoch angepasst. Die Militärführung hat beschlossen, konkrete Zahlen zu ballistischen Zielen zu verschleiern, um taktische Informationen nicht dem Gegner preiszugeben.
Statt einer detaillierten Analyse jeder Rakete werden die Streitkräfte den Medien aggregierte Informationen zur Verfügung stellen. Als Beispiel nannte Ignat die Statistik für Juli: Die russischen Streitkräfte setzten mehr als 450 Raketen ein, von denen fast 200 ballistisch waren. Genau solche aggregierten Daten werden in der Öffentlichkeit erscheinen, während genaue Zahlen zu bestimmten Nächten möglicherweise verschleiert werden.
Gründe und Kontext der Einschränkungen
Die Entscheidung, das Format der Berichte zu ändern, wurde als gezwungene Sicherheitsmaßnahme getroffen. Bereits im Juli berichtete die Agentur Bloomberg unter Berufung auf Quellen, dass die ukrainische Luftwaffe die Veröffentlichung von Informationen über Raketen in den täglichen Berichten einstellt. Ignat betonte, dass sich das Format der Morgenberichte seit Beginn des umfassenden Krieges bereits etwa 10 Mal geändert habe, was die ständige Anpassung an neue Bedingungen des Konflikts zeugt.
Ignat widmete besondere Aufmerksamkeit der Arbeit der ukrainischen Medien. Er forderte Journalisten auf, keine Schlagzeilen im Stil von „Keine einzige Rakete abgeschossen' zu verwenden, und bezeichnete solche Veröffentlichungen als schädlich. Nach seinen Worten werde „niemandem leichter' durch solche Schlagzeilen, und ukrainische Nachrichtenressourcen, die solche Daten veröffentlichen, „machen die ganze Arbeit für die Propagandistin Skabeyewa'.
Widersprüchliche Daten
Es gibt eine Nuance bei der Interpretation des Ausmaßes der Einschränkungen. Einerseits behauptet Jurij Ignat, dass Informationen über abgefeuerte Raketen weiterhin bereitgestellt werden, jedoch in „aggregierter' Form. Andererseits interpretierten Bloomberg-Quellen dies zuvor als vollständige Einstellung der Veröffentlichung von Raketen-Daten in den täglichen Berichten. Der Unterschied besteht darin, dass die Luftwaffe den Bericht nicht vollständig aufgibt, sondern die Detaillierung ändert: Anstatt einer genauen Abrechnung „abgefeuert/abgeschossen' in einer bestimmten Nacht werden Durchschnittswerte über längere Zeiträume oder ohne Bezug auf bestimmte ballistische Ziele veröffentlicht.