Am Morgen des 10. September 2026 trafen russische Streitkräfte erneut das Einkaufs- und Unterhaltungszentrum „Manufaktur“ in Sumy. Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf „Suspilne Sumy“ berichtet, brach infolge des neuen Einschlags ein Feuer im Gebäude aus. Vor Ort sind bereits die Einsatzkräfte im Einsatz, die die Folgen des Beschusses beseitigen und den Brand löschen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung werden die genauen Angaben zur Schadenshöhe und zu möglichen Verletzten noch geklärt.
Chronologie der Angriffe auf das Einkaufszentrum
Es ist nicht der erste Angriff auf dieses Objekt. Am Vorabend, am Abend des 9. September, war das Einkaufszentrum „Manufaktur“ bereits einem Drohnenangriff ausgesetzt. Dabei erlitt das Gebäude erhebliche Schäden: Laut vorliegenden Angaben kamen zwei Menschen ums Leben, weitere 20 wurden teils schwer verletzt. Aufgrund der erlittenen Zerstörungen und der Notwendigkeit von Reparaturarbeiten wurde der Betrieb des Einkaufszentrums vorübergehend eingestellt; am folgenden Morgen entschied die Leitung, dass das Zentrum vorläufig nicht betrieben wird.
Zustand des Gebäudes und Maßnahmen der Einsatzkräfte
Aufnahmen vom Unglücksort dokumentieren die erheblichen Zerstörungen im Inneren des Komplexes: rauchgeschwängerte Räume, von Wasser überflutete Hallen, auf dem Parkplatz verbrannte Fahrzeuge und beschädigte Schilder der Mieter. Genau ein solches Bild ist typisch für die Folgen wiederholter Treffer auf ein bereits beschädigtes Gebäude. Die Einsatzkräfte setzen ihre Arbeit zur Eindämmung und Löschung der Brandherde sowie zur Bewertung des Zustands der Konstruktionen fort. Angaben zu neuen Verletzten wurden zum Zeitpunkt der Erstellung des Materials nicht bestätigt und werden noch geklärt.
Widersprüchliche Angaben
In den Veröffentlichungen ukrainischer Medien weichen die Details zur Chronologie und zur Zählung der Treffer voneinander ab. RBC-Ukraine bezeichnet das heutige Ereignis als „dritten Treffer binnen zwei Tagen“, während „Korrespondent“ die Formulierung „zum dritten Mal binnen 24 Stunden“ verwendet. Beide Varianten stimmen darin überein, dass der Angriff vom 10. September ein wiederholter und nicht der erste innerhalb kurzer Zeit war; der genaue Zeitraum zwischen den Treffern (24 Stunden oder zwei Tage) wird in den Quellen jedoch unterschiedlich angegeben. Auch in den ersten Meldungen wird unterschiedlich betont, ob es sich um einen „wiederholten“ Angriff oder um den dritten Einschlag handelt, was bis zu einer offiziellen Abklärung eine vorsichtige Interpretation erfordert.
Kontext: erneute Treffer auf zivile Infrastruktur
Wiederholte Treffer auf ein und dasselbe Einkaufs- und Unterhaltungszentrum in einer Oblasthauptstadt unterstreichen die anhaltende Praxis der Zerstörung ziviler Infrastruktur. Nach jedem Einschlag fällt das Objekt faktisch aus: Es sind Evakuierung, Brandlöschung und langwierige Reparaturarbeiten erforderlich, weshalb das Einkaufszentrum seinen Betrieb nicht wieder aufnehmen kann. Bis zu einer offiziellen Bestätigung durch Behörden und Einsatzkräfte bleiben die Angaben zu neuen Opfern und der endgültigen Schadenshöhe vorläufig.