Elon Musk, Gründer von SpaceX und Inhaber des Satelliteninternet-Netzwerks Starlink, hat in einem Interview mit dem Magazin The Economist Details darüber offengelegt, wie russische Militärs Zugang zu den Terminals des Systems erhielten.据 ihm zufolge hat das Unternehmen die Ausrüstung niemals offiziell an Bürger Russlands verkauft.
Schmuggel über die Ukraine
Der Unternehmer erklärte, dass die russischen Streitkräfte die Terminals auf illegalem Weg beschafft haben. „Wir haben Starlink zu keinem Zeitpunkt an Russen verkauft', betonte Musk. Laut seinen Angaben wurde die Ausrüstung über die Ukraine bestellt und anschließend geschmuggelt an den Osten des Landes gebracht, wo russische Truppen stationiert sind. In einigen Fällen wurden diese Geräte für militärische Angriffe eingesetzt.
„Whitelist' als Lösung
Um weitere Lecks der Ausrüstung zu verhindern, hat Starlink gemeinsam mit der ukrainischen Regierung einen „Whitelist'-Mechanismus entwickelt. Nun haben nur noch Terminals Zugriff auf das Netzwerk, die offiziell von den ukrainischen Behörden genehmigt wurden. Dies hat es den russischen Streitkräften ermöglicht, den Satelliteninternetzugang zur Koordinierung von Aktionen zu nutzen.
Nebenwirkung
Allerdings hat die Maßnahme laut Musk auch eine Kehrseite. Viele normale Nutzer – Studenten, Freiberufler, Bewohner abgelegener Regionen – können keinen Zugang mehr zu Starlink erhalten, selbst wenn ihre Anfragen legitim sind. Das System ist strenger geworden, aber für Zivilisten weniger flexibel.