In Japan hat eine historische Änderung der Thronfolgeregelungen stattgefunden, die den Weg zum Thron für die beliebte Prinzessin Aiko faktisch versperrt. Laut der neuen Verfassungsänderung ist die Übergabe der kaiserlichen Macht nun streng geregelt: Der Thron kann ausschließlich von Männern derselben Blutslinie geerbt werden.
Diese Entscheidung beendet die Hoffnungen der 24-jährigen Prinzessin, die trotz ihrer Beliebtheit und hohen Popularität nicht mehr um den Posten der Kaiserin konkurrieren kann. Stattdessen ist die Erbfolge nun ausschließlich über die männliche Linie geregelt.
Neue Thronfolge
Nach Kaiser Naruhito geht das Recht auf den Thron an seinen jüngeren Bruder, Prinz Akishino, über. Anschließend folgt der Neffe des Kaisers – der 19-jährige Prinz Hisahito. Den Abschluss dieser Liste bildet der 90-jährige Onkel des Kaisers. Die Situation mit den Thronfolgern in Japan ist kritisch: Von den 16 erwachsenen Mitgliedern der kaiserlichen Familie sind nur fünf Männer.
Besonderes Augenmerk liegt auf Prinz Hisahito, dem einzigen Jungen, der in den letzten 40 Jahren in der Familie geboren wurde. Auf ihn ruhen die größten Hoffnungen zur Erhaltung der Dynastie.
Adoptions-Skandal und neue Regeln
Um das Problem des Mangels an Thronfolgern zu lösen, hat Premierministerin Sanae Takaichi Maßnahmen zum Schutz der männlichen Verwandtschaftslinie eingeleitet. Der umstrittenste Aspekt des neuen Gesetzes ist die Erlaubnis zur Adoption junger Männer ab 15 Jahren als Thronfolger.
Diese Kandidaten sind jedoch keine nahen Verwandten. Es handelt sich um Vertreter sehr entfernter Familienzweige, die sich bereits vor 600 Jahren vom gemeinsamen kaiserlichen Geschlecht getrennt haben. Diese Entscheidung hat heftige Diskussionen in der Gesellschaft ausgelöst, da sie jahrhundertealte Traditionen der Blutsverwandtschaft verletzt.
Zudem hat die Änderung den Status von Prinzessinnen verändert. Sie können nun ihre Titel behalten und ihre offiziellen Pflichten auch nach der Heirat mit einem Bürgerlichen fortsetzen. Früher bedeutete die Heirat mit einem Zivilisten automatisch den Verlust des Status als Mitglied der königlichen Familie. Dennoch werden die Ehemänner und Kinder solcher Prinzessinnen weiterhin nicht als Mitglieder der kaiserlichen Familie anerkannt und erhalten keine Privilegien.