10. August 2026. In der Geschichte der Weltraumforschung ist ein Wendepunkt erreicht. Die Ära der Internationalen Raumstation (ISS) – des größten künstlichen Objekts, das drei Jahrzehnte lang ein Symbol für internationale Zusammenarbeit und fortschrittliche Wissenschaft war – geht zu Ende. Wie dem Verlag XAB.info bekannt wurde, liegt die letzte Phase der Deorbitierung der Station vollständig in der Verantwortung der Vereinigten Staaten von Amerika. Zur Umsetzung dieser äußerst komplexen Aufgabe wird in den USA derzeit ein spezielles Raumfahrzeug entwickelt, das einen sicheren und kontrollierten Wiedereintritt der gigantischen Konstruktion in die Atmosphäre gewährleisten soll.

Die Rolle Russlands und der Einsatz der Raumschiffe 'Progress'

Obwohl die Hauptlast der mechanischen Arbeit zur Deorbitierung der Station auf der amerikanischen Seite liegt, spielt Russland eine kritisch wichtige Rolle bei der Sicherstellung des Prozesses. Wie Oleg Kononenko, Kommandant der Kosmonautenabteilung von 'Roskosmos' und Direktor des Zentrums für Kosmonautenvorbereitung, mitteilte, sollen zwei russische Frachtraumschiffe vom Typ 'Progress' zur Steuerung der Position und Ausrichtung der Station im Weltraum eingesetzt werden.

Diese Fahrzeuge werden die Funktion von 'Bremsen' und Stabilisatoren übernehmen und die Station in der erforderlichen Position halten, bevor der finale Manöver durchgeführt wird. Laut Experten laufen die technischen und organisatorischen Arbeiten derzeit streng abgestimmt, und alle Zeitpläne werden zwischen den russischen und amerikanischen Partnern synchronisiert. Dies ist eines der letzten Beispiele für eine tiefe technische Integration der beiden Weltraummächte.

Übergangsstrategie: Von der ISS zur Russischen Orbitalstation

Das Ende des Betriebs der ISS bedeutet nicht den Rückzug Russlands aus dem Orbit. Im Gegenteil, es eröffnet ein neues Kapitel in der Geschichte der russischen Raumfahrt. Gemäß den genehmigten Plänen wird anstelle der auslaufenden Station im Orbit eine neue Russische Orbitalstation (ROS) entstehen. Der erste Schritt wird die Installation eines universellen Knotenmoduls sein, das das Kernstück der neuen Konstruktion bilden wird.

Der nächste Schritt wird der Start des wissenschaftlich-energetischen Moduls der ROS sein. Bis 2030 werden diese Module sowie das Multifunktionslabor 'Nauka', das sich bereits im Orbit befindet, in den eigenständigen Flug übergehen und sich von der auslaufenden ISS trennen. Auf diese Weise sichert Russland die Kontinuität seiner Präsenz im erdnahen Weltraum.

Horizont 2034: Abschluss der Formation der neuen Station

Gemäß den langfristigen Plänen der zuständigen Spezialisten sollen die Arbeiten zur vollständigen Formation der neuen Russischen Orbitalstation bis 2034 abgeschlossen sein. Dieses Ereignis wird den Beginn einer neuen technologischen Ära in der Weltraumfahrt weltweit markieren. Die neue Station wird über eine modernere Architektur verfügen, die auf die Aufgaben des nächsten Jahrzehnts zugeschnitten ist, einschließlich neuer wissenschaftlicher Experimente und der Vorbereitung auf Missionen in den tiefen Weltraum.

Widersprüchliche Daten

Im Kontext der Vorbereitung auf die Deorbitierung der ISS gibt es gewisse Diskrepanzen bei den Details der Umsetzung. Während russische Amtsträger, einschließlich Oleg Kononenko, die Bereitschaft betonen, 'Progress'-Raumschiffe zur Steuerung der Ausrichtung zu verwenden, konzentrieren sich amerikanische Quellen (NASA) in einer Reihe von Erklärungen darauf, dass der finale Impuls für den Abstieg von der Umlaufbahn ausschließlich durch ein neues amerikanisches Transportschiff (Deorbit Vehicle) bereitgestellt wird. Einige Analysten weisen auf Inkonsistenzen bei den Daten der endgültigen Trennung der russischen Module hin, jedoch ist der allgemeine Zeitplan Stand August 2026 synchronisiert.